Bart, Bodylotion und Gesichtswasser

Sonnengegerbte Haut, langes Haar und Gesichtsbehaarung, die eigene Wege geht, war lange das Idealbild des richtigen Mannes. Ein Naturbursche, dessen Körper sich auch ohne Unterstützung an die Herausforderungen des Alltags angepasst hat. Schwielen an den Händen und lederartige Gesichtshaut, die allem trotzt, was die Natur einem echten Mann ins Gesicht schleudern kann. Wind, Regen, Schnee und Gerölllawinen prallen einfach ab. Heute hat das männliche Idealbild viel von seiner ursprünglichen Naturverbundenheit eingebüßt. An Männern wie Christiano Ronaldo perlt sicherlich auch einiges ab, die wild romantische Idylle lässt der gepflegte glatte Körper aber komplett vermissen. Es sind heute nicht mehr Entbehrungen, Arbeit und die Natur, die den Mann zu dem machen was er ist. Bodylotion und Gesichtswasser sind heute schon lange nicht mehr den Frauen vorbehalten. Der richtige Einsatz der Kosmetik will allerdings gelernt sein.

Gesunder Körper mit einem gesunden Bart

Auch wenn Hr. Ronaldo der Falsche ist, wenn es darum geht, einen gepflegten Vollbart vorzustellen, ist er nicht der einzige Mann, der sein Äußeres mit Sorgfalt behandelt. Von Kopf bis Fuß arbeiten Friseur und Fußpfleger hart um das Beste aus dem zu machen, was die Natur zur Verfügung stellt. Wer, wie der begabte Kicker, keine Geldsorgen hat, kann die Körperpflege outsourcen. Im klassischen Haushaltsbudget sind, genauso wie im durchschnittlichen Wochenplan, aber kaum die Voraussetzungen für ausgedehnte Wellnessbehandlungen gegeben. Es bleibt also die Variante der Umsetzung, die Männern seit jeher am meisten Freude macht. Do it yourself ist in allen männlichen Lebensbereichen eine gern willkommene Alternative zu kostenpflichtigen Varianten und liegt darüber hinaus auch noch voll im Trend. Mann legt also auch bei der Körperpflege durchaus einmal selbst Hand an.

Ganzheitlich schön

Die tägliche Körperpflege kann in verschiedenen Intensitätsstufen ausgestaltet werden. Von der einfachen Variante, bei der man ausschließlich auf den Eigengeruch und die Versorgung der Körperbehaarung mit natürlichem Fett vertraut, bis zum vollen Service, bei dem man sich auf die Fachkompetenz der Chemiker einiger großer Marken verlässt, reicht die Bandbreite. Wo man sich selbst auf der Skala zwischen dem Penner auf der Parkbank und Ronaldo nach dem Besuch beim Maskenbildner einordnet, ist jedem selbst überlassen. Fakt ist, dass es im eigenen Interesse und im Interesse der Mitmenschen liegt, auf Produkte zu setzen, die der eigene Körper nicht selbst produziert. Als Bartträger von Welt ist die Mission also völlig klar. Blätter man das nächste mal verträumt durch die Werbesendungen, dann darf man nicht nur das Bartöl in den Rossmann Angeboten kritisch prüfen. Auch andere Pflegeprodukte werden dort angeboten.

Körperpflege

Mutter und Vater vermitteln ihren Kindern im Idealfall, wie der eigene Körper gereinigt werden muss um den gängigen Vorgaben unserer Gesellschaft zu entsprechen. Dazu ist meist Wasser und ein Stück Seife ausreichend. Allerdings gibt es auch noch viele andere Möglichkeiten, seinem Körper etwas Gutes zu tun. Sieht man sich die Bartpflege einmal genauer an, dann kann man auch für den Rest des Körpers etwas davon lernen. Auch hier kommt nicht nur die Bartseife zum Einsatz. Bartöl, Pomade, Bartwachs und viele andere wunderbare Produkte sorgen für eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit. Was gut für den Bart ist, ist auch für die Haut ein Gewinn. Allerdings ist es nicht notwendig, jeden Tag Unmengen an Bartöl auf den Körper aufzutragen. Die hochwertigen Bartpflegeprodukte würden rasch einziehen und entfalten ihre Wirkung auch dort, wo kein Bart wächst. Allerdings ist die Körperpflege in dieser Form schwer zu finanzieren.

Die gute Nachricht

Grundsätzlich hat der männliche Körper einige Vorteile gegenüber dem der Frauen. Der Bartwuchs ist ein solcher Glücksfall für uns Männer, aber bei weitem nicht der einzige. Unsere Haut ist bis zu 20% dicker als die der Frauen und dank des Testosterons mit zahlreichen Talgdrüsen versehen. Wir produzieren also eine große Menge natürlichem Hautfetts, das unsere Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Auch unter der Haut unterscheidet sich männliche von weiblicher Haut. Kollagen sorgt bei beiden Geschlechtern für eine glatte Haut. Bei uns Männern ist die Menge des Kollagen aber deutlich höher, als bei den Frauen. Etwa ab dem dreißigsten Lebensjahr gerät das Kollagen bei den Frauen aus der Form. Falten sind die Folge. Bei uns Männern kommt es ebenfalls zu einem Abbau des Kollagen. Dieser setzt aber frühestens 10 Jahre nach den Frauen ein. Ist die Frau bereits 10 Jahre gealter beginnt der Mann erst damit.

Gut versorgt

Aber natürlich ist nicht jeder Mann gleich und auch hier kann es vorkommen, dass man eine sehr trockene Haut hat. Heute ist es nicht mehr erforderlich diese Bürde wie ein Mann zu tragen. Heute kann man sie, wie eine Frau, behandeln. Körperpflegeprodukte für Männer werden in verschiedenen Drogeriemärkten angeboten und sind speziell auf die Bedürfnisse der Männerhaut abgestimmt. Mit solchen Bodylotions und anderen Produkten kann man trockene Haut behandeln und auch den Alterungsprozess verzögern. Dabei muss man allerdings eine Sache stets im Auge behalten. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Produkte muss natürlich gewährleistet sein. Dabei ist nicht gemeint, dass es zu unerwünschten Reaktionen zwischen zwei Cremes kommt, sondern der Geruch.

Männlicher Duft

Männliche Düfte sind markant und kräftig. Das unterscheidet sie von vielen Pflegeprodukten für Frauen. Vom Duschgel bis zum Gesichtswasser haben die Produkte einen klaren männlichen Duft, der nach der Anwendung in der Luft liegt. Isoliert betrachtet ist dieser Duft normalerweise angenehm und es gibt keine Einwände dagegen, dass er sich über einen längeren Zeitraum hält. Allerdings bleibt es in den wenigsten Fällen bei einem einzigen Pflegeprodukt. Die Folge ist eine, meist unerwünschte Vermischung der einzelnen Duftnoten. Haarshampoo und Duschgel tragen rund um die Nasen unserer Mitmenschen einen kleinen Kampf aus, den keiner von ihnen gewinnen kann. Auch Bartöl und andere Produkte spielen mit in diesem Spiel.

Weniger ist mehr

Bei Duftnoten am Köper ist Sparsamkeit eine Tugend. Auch wenn es verlockend ist, all die tollen Düfte gleichzeitig zu tragen, führt das meist zu wenig erfreulichen Duftkompositionen. Um also die Hoheit über den eigenen Geruch zu behalten und hier nichts dem Zufall zu überlassen, sind geruchsneutrale Pflegeprodukte die beste Entscheidung. Wer seinen Körper ohne eigene Duftnote pflegt, kann bei der Bartpflege schließlich aus dem vollen schöpfen. Statt mit konkurrierenden Gerüchen Nasen zu verwirren kann man so mit einem gepflegten Bart Köpfe verdrehen.

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