Bartrasierer, ein Widerspruch?

Es gibt allerhand Maschinen, die uns heute das Leben erleichtern. Wir nutzen elektrische Hilfsmittel für die verschiedensten Aufgaben und lassen uns von Elektrogeräten bei der täglichen Routine unter die Arme greifen. Der Handmixer, die elektrische Zahnbürste und der Massagestab machen uns und unsere Mitbewohner in verschiedenen Lebensbereichen glücklich und ersparen lästige Handarbeit. Während die meisten Geräte durchaus einen Namen tragen, der klar erkennen lässt, wozu sie dienen, ist der Begriff Bartrasierer etwas schwieriger zu deuten.

Bart, oder Rasierer?

Die Geschichte des Vollbarts ist eine Geschichte volle Mißverständnisse. Wer keinen Vollbart trägt und auch noch nicht die Gelegenheit hatte, einen Bartträger einige Tage durchs Leben zu begleiten, sieht das Alles sehr sehr einfach. Einen Bart wachsen lassen impliziert, dass man wenig dazu Beitragen muss. Sich etwas wachsen lassen klingt, als ob man sich ein Tatoo stechen lässt, die Haare schneiden lässt, oder sich einfach mal gehen lässt. Das Bild, das vor dem geistigen Auge des barttechnisch unbedarften entsteht, ist die entspannte Liegeposition. So kann man sich irren!

Der feine Unterschied

Denn was man sich im Gesicht wachsen lässt ist bestenfalls Gesichtsbehaarung. Facial Hair, wie die englischsprachige Bezeichnung ist, steht der Augenbraue und der Wimper sehr nahe. Was man tun muss, wenn man aus der Rohmasse einen Vollbart modellieren muss, gleicht dem, was Michelangelo und der Marmorblock getan haben, bis David entstanden ist. Auch wenn Michelangelo, absichtlich, oder einfach so, die Hände etwas überdimensioniert und den Bart vergessen hat, hat auch ein wahrer Vollbart seinen Platz im Museum verdient. Wo Michelangelo, übrigens nicht nur begnadeter Künstler, sondern auch ein braver Bartträger, mit Hammer und Meißel den Marmorbloch bearbeitet hat, da reicht dem Bartträger im Prinzip ein Bartrasierer.

Waschen, Schneiden, Legen

Im Regelfall hat die Natur einen Plan, wo im männlichen Gesicht Barthaar wächst und wo nicht. Theoretisch zieht sich eine symmetrische Kontur ganz automatisch durch das Gesicht. In der Praxis wissen aber nicht alle Barthaare von dem Plan und stehen dann, ein wenig verloren, im bartlosen Bereich. Haben sie dort einmal Wurzeln geschlagen, gibt es kaum noch ein Zurück. Ein paar gibt es immer, die meinen, sie machen beim eigentlichen Bart nicht mit, sondern gründen über und unter dem Bart einen alternativen Bart. Hier liegt ein Großteil dessen, was einen Bart zum Bart macht. Unkontrolliertes Gesichtshaar, das aus allen Gesichtsbereichen wächst muss im Rahmen der Bartpflege entfernt werden.

Bartrasierer

Man kann den Bart am besten und vor allem am stilvollsten mit dem Rasiermesser konturieren. Die Konturen an der Wange und am Hals werden eingeseift und mit dem Rasiermesser nachrasiert. Haar, das nicht zum Bart gehört wird rasiert. Ein Bartrasierer ist ein Elektrorasierer, der im Prinzip dasselbe kann. Was er können muss, ist rasch erklärt. Er muss in der Lage sein Barthaar, auch wenn es schon ein paar Millimeter lange ist, zu kürzen. Ob nass, oder trocken, ein Bartrasierer muss zum Kürzen der unerwünschten Haare in der Lage sein. Der ideale Bartrasierer ist das Rasiermesser. Allerdings kann man damit zwar die Konturen gut kürzen, will man die Länge aber reduzieren, dann muss man viel Übung haben. Einen elektrischen Bartrasierer gibt es grundsätzlich in zwei Bauarten.

Folien, bzw. Rotationsrasierer und Barttrimmer

Der elektrische Rasierapparat hat eine Vorrichtung um damit Haare zu schneiden. Der Folienrasierer ist der Klassiker. Unter ein Folie bewegt sich der Scherkopf und steckt man ein Haar durch die kleinen Löcher in der Folie, wird es beinhart gekürzt. Das Problem ist aber, dass lange Haare nicht dazu neigen, genau in die Löcher zu treffen. Ein Rotationsrasierer, meist mit drei Scherköpfen ist da ein wenig im Vorteil. Ein Barttrimmer kann allerdings das meiste für den Bart tun. Man kann damit ganz einfach eine passende Länge auswählen und das Barthaar bändigen. Durch den passenden Aufsatz, oder eben das Weglassen des Distanzaufsatzes, kann man auch auf 0 mm schneiden, also Barthaar mit dem Barttrimmer als Bartrasierer komplett  entfernen. Dasselbe kann man auch mit dem Folienrasierer, oder dem Rotationsrosierer. Beide sind meist auch mit einem Langhaarschneider ausgestattet. der ideal ist, um aus Gesichtsbehaarung einen Vollbart zu machen.

Backup und Faktor Zeit

Die beste und wundervollste Art, seinen Bart zu Pflegen ist das Rasiermesser und die Rasierseife. Zwei Utensilien, die jeder Bartträger besitzen sollte um die große Bartpflege mit Stil durchführen zu können. Zwischendurch kann es aber auch dem leidenschaftlichten Bartträger an der nötigen Zeit fehlen. Damit das Prachtstück auch an solchen Tagen nicht ungepflegt außer Haus gehen muss, kann ein elektrischer Bartrasierer durchaus helfen. Ein Backupkonzept, das für die Bartpflege durchaus legitim ist. Ein Bartrasierer ist kein Widerspruch. Auch ein Bart muss rasiert werden und auch ein prächtiger Vollbart muss mit einem Rasierer  geformt werden. Gönn Deinem Bart die regelmäßige Pflege und lass auch den Bartrasierer regelmäßig zum Einsatz kommen, damit Dein Vollbart zu jeder Zeit makellos ist.

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