Das Bart Blog

Seit fast drei Jahren treibe ich mittlerweile auf mein-vollbart.de mein Unwesen. In der Zeit habe ich bisher 424 Beiträge verfasst. Ich habe Produkttests gemacht, Webseiten vorgestellt, Studien interpretiert, Anleitungen verfasst, oder einfach nur so etwas geschrieben. Dankenswerterweise gibt es tatsächlich reichlich Leser, die meine Beiträge lesen. Dass es Bedarf an einem Bart Blog gibt, scheint also bewiesen. Allerdings ist es heute nicht einfach, im Internet zu bestehen.

Schwarze und weiße Hüte

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Seiten Google in seinen Suchergebnissen anzeigt. Der Algorithmus der Suchmaschine ist undurchschaubar und streng geheim. Meistens funktioniert es auch, dass Google die besten Informationen ganz oben anzeigt. Manchmal aber auch nicht. Der Grund sind sogenannte Suchmaschinenoptimierungen. Wer eine Website betreibt, der will natürlich, dass Leser die Seite besuchen. Der Grund dafür ist ganz unterschiedlich. In vielen Fällen geht es aber um Geld. Wer in meinem Bart Blog auf einen Link zu Amazon klickt und dann wirklich etwas kauft, der verschafft mir eine Provision. Davon kann man zwar nicht leben, aber zumindest die Kosten für die Website sind gedeckt und ich kann hin und wieder ein, von Amazon gesponsertes Bier trinken. Damit man vorne in den Ergebnissen auftaucht gibt es grundsätzlich zwei Philosophien. Die guten Jungs, die sich bemühen, die Webseite mit guten Inhalten zu füllen und darauf hoffen, dass man über die Zeit von anderen Webseiten verlinkt wird. Und dann gibt es die anderen.

Schwarze Schafe

Ich zähle mich mit meinem Bartblog zu den braven Webseitenbetreibern. Ich habe ausreichend Leser und bin soweit ganz zufrieden. Was mich aber wirklich ärgert sind Webseiten, die in den Suchergebnissen weit vor mein-vollbart.de auftauchen und das nicht verdienst haben. Ich ziehe ehrfürchtig meinen Hut vor altehrwürdigen und ausgezeichneten Webseiten, die verdient auf Platz 1 thronen und einen Großteil der Besucher abbekommen. Traffic, wem Traffic gebührt. Wenn aber andere sich nach 2 Stunden Recherche im Internet hinsetzen und eine Website aus dem Ärmel schütteln, die recht inhaltsleer ist und oft auch kompletten Blödsinn verbreitet, dann sehe ich nicht ein, warum solche Seiten weiter oben auftauchen. Warum sie das tun ist mir bekannt. Einerseits sind die Texte „suchmaschinenoptimiert“, weisen also nicht nur eine passende Keyworddichte auf, sondern haben auch eine ideale Länge, haben passende Bilder mit aussagekräftigen ALT-Tags und der ganze Text ist WDF IDF optimiert. Das alleine reicht aber nicht. Man braucht, damit man bei Google weit oben landet, Backlinks.

Backlinks

Solche Links kann man auf verschiedene Wege bekommen. Das beste, uns so stellt sich der kleine Google die Welt vor, ist es, wenn andere freiwillig Links setzen. Wenn ich eine Seite ganz toll finde, dann schreibe ich darüber und setze auch einen Link. Das sieht dann Google und denkt sich: „Aha, der findet die Seite so toll, dass er sie verlinkt. Damit ist die Seite auf jeden Fall gut, bzw. besser als Seiten, die weniger Links haben.“ Ein solcher Link ist also toll. Aber nur, wenn er von Seiten kommt, die bei Google hohes Ansehen genießen. Ein Link rund um Vollbart, oder Bartpflege von mein-vollbart.de ist durchaus etwas wert, wenn er auf eine Seite aus einem ähnlichen Themengebiet zeigt. Dumm nur, dass kaum jemand freiwillig auf andere Seiten verlinkt. Schon gar nicht auf Seiten, die sich mit demselben Thema beschäftigen. Also muss man entweder ohne Backlinks auskommen, oder sich welche auf anderem Weg beschaffen.

Schummler

Solche Backlinks kann man mitunter kaufen, oder tauschen. Das ist noch relativ in Ordnung. Auch Kommentare auf anderen Seiten, bei denen man die eigene Seite angeben kann, sind üblich. Unangenehm wird es dann, wenn man rund um diese Backlinks ganze Netzwerke aufbaut. Eine Domain kostet in der Erhaltung nicht viel. Für 20€ im Jahr bekommt man schon einen netten Provider und die Domain. Man kann sich also für kleines Geld ein paar Seiten registrieren. Dort schreibt man dann 2-3 kurze Beiträge und setzt einen Backlink auf die eigentliche Seite. Noch besser ist es, wenn man eine alte Seite übernimmt. Also eine Website, die lange Jahre online war und die Google noch kennt. Firmenseiten, von Unternehmen, die in Konkurs gegangen sind, oder Websites zu Events, die abgemeldet wurden. Google mag das zwar nicht, fällt aber trotzdem darauf herein. Seiten, die sich solche Netzwerke aufbauen, oder sich in solchen Netzen einmieten werden weit vorne gelistet.

Und?

Warum schreibe ich das? Nun, dass Google solche dummen Seiten, egal ob Bartblog, oder etwas anderes, weit vorne reiht, kann man nicht ändern. Man kann aber als User ein wenig mitdenken. Tatsächlich klicken knapp 60% der User die erste Position in den Suchergebnissen an. Das ist in vielen Fällen auch gut so. Will man mal eben wissen, wie hoch der Eiffelturm ist, dann ist diese Vorgehensweise absolut zulässig. Schwieriger wird es dann, wenn man Beratung sucht. Es also zu einer Frage keine eindeutige Antwort, sondern viele Zugänge und Meinungen gibt. Goggelt man Bartblog und klickt auf den ersten Eintrag, dann kann man durchaus eine Enttäuschung erleben. Allerdings hat man mit dem raschen Klick Google aber ein Signal gegeben. Die Suchmaschine freut sich, weil das was sie als erstes angezeigt hat, offensichtlich so toll war, dass es gleich angeklickt wurde. Schon bekommt die Website auf Position 1 noch einen Pluspunkt von Google. Es geht also darum, kurz innezuhalten, bevor man auf ein Suchergebnis klickt.

Mitbestimmung

Tatsächlich kann man als User viel bewegen. Seiten, die es verdienen (und damit meine ich nicht (nur) mein Bart Blog) sollten weiter oben in den Suchergebnissen angezeigt werden. Mit jedem Klick auf eine künstlich auf Platz 1 geschummelte Website stärkt man diese Seite. Mit dem Scrollen über die erste Seite und da und dort mal auch auf eine der nächsten Seiten zu blättern kann man die Arbeit, die hinter einer Website steckt, auch würdigen. Wird ein Suchergebnis öfter geklickt, dann sind das positive Signale an Google. Wer nach einem Bartblog sucht, der wird etwa bei blackbeards, oder bei mein-vollbart.de fündig werden. Andere Suchergebnisse bieten wenig mehr, als Werbung. Wer sich die Zeit nimmt, die Suchergebnisse vor dem raschen Klick auf den ersten Treffer genauer anzusehen, leistet einen wichtigen Beitrag zur Qualität dieser Ergebnisse. Genauso ist es übrigens auch auf Facebook. Wer mit Posts interagiert, also likes, oder Kommentare setzt und Links anklickt, wertet einen Beitrag auf.

Bart Blog

Natürlich betreibe ich nicht das einzige Bart Blog im Internet. Allerdings gibt es wohl keine zweite Seite, die so viele Beiträge rund um den Vollbart beinhaltet. Wer ein paar interssante Fakten rund um den Bart lesen möchte, der wird in meinem Bartblog auf jeden Fall etwas finden, das ihn interessiert. Ich wünsche Euch viel Freude mit den Beiträgen auf meiner Seite!

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