Der Ganzkörperbart

Der Mann und der Bart sind so etwas wie beste Freunde. Außerdem ergänzen die beiden sich perfekt. Der eine kommt ohne den anderen einfach nicht so gut rüber. Sie wirken als Team einfach besser und kompletter. Aber nicht nur in der unteren Gesichtshälfte sprießen Haare am männlichen Körper. Als Produkt der üppigen Testosteronwerte in den männlichen Blutbahnen entwickelt sich, beginnend in der Pubertät, Körperbehaarung, die bei manchem Mann ruhig auch als Fell bezeichnet werden darf. Wer Spaceballs gesehen hat, der weiß, dass jeder Saft zwei Seiten hat und auch bei den Haaren ist das ganz ähnlich. Die eine, die positive Seite der Körperbehaarung ist der mächtige Vollbart, der schon von weitem Respekt verbreitet. Die negative Seite ist der Rest der Körperbehaarung, die von weitem an die Protagonisten aus Planet der Affen erinnert. Aber genug mit den Filmvergleichen und hinein ins Thema.

Dirty Dancing

Ach bleiben wir doch bei den Filmen. Wenn es einmal läuft, dann läuft es nun mal. Der Bart muss sich ganz ordentlich an seinen Tanzbereich halten. Ordentliche Konturen und ein Umfeld, das ihn als Bart überhaupt erkennbar macht sind Pflicht. Ist das Barthaar nur eines unter vielen und zieht sich der Haarwuchs ununterbrochen von der Wade über Hintern, Rücken, Nacken, Stirn, Brust, Bauch, quer durch die Unterwäsche bis zum Ansatz der Fußnägel, dann darf man sich nicht wundern, wenn Patrick Swayze alias Johnny beim großen Finale einen Ausfallschritt macht und man zu „Time of my life“ mit wehendem Körperhaar auf der Fresse landet. Gut, aber jetzt lassen wir die Bilder aus Hollywood und werden endlich ernst.

Haare, wohin das Auge reicht

Hat der Mann Glück, dann wächst ihm das Körperhaar dort, wo man es gerne hat. Ein wenig Brusthaar und auch sonst eine typisch männliche, aber eben nicht übertriebene Menge an Behaarung. hat der Mann Pech, dann wächst das Haar unkontrolliert aus jeder Pore. Ausnahmen sind lediglich Schleimhäute, Fußsohlen und Handflächen, ansonsten hat jeder Körperteil das Potential zur Behaarung. Auch eine homogene dichte Behaarung ist nicht eigentlich nicht so schlimm. Solange das Brusthaar im Profil zumindest zwei Handbreit hinter dem Bart endet ist das in Ordnung. Auch die Intimrasur ist jedem selbst überlassen. Allerdings kann man als Bartträger auf ein paar bekannte Grundlagen zurückgreifen, wenn es um die südliche Frisur geht. Auch hier zählen Konturen, aber das müsst ihr leider in einem anderen Blog nachlesen. Dieses wunderbare Blog hier heißt mein-vollbart.de und nicht mein-[ZENSUR].de, also möchte ich hier keine Anleitung geben, wo und wie Du Deine Konturen an Deinem zweitbesten Stück ziehst.

Semiprofi

Als Mann ist man mit der Haarentfernung wenig vertraut. Ja, wir rasieren uns regelmäßig, ziehen unsere Konturen nach. Viele verwenden ihren Trimmer, oder die Bartschere und auch der Barber darf alle paar Wochen mit Rasiermesser und anderen geräten in unseren Gesichtern arbeiten. Abseits des Kopfes, oder eigentlich außerhalb von Bart und Haupthaar ist der Mann oft etwas weniger gut vorbereitet, wenn es darum geht, Haare zu entfernen. Allerdings gibt es einen Fun fact, der alleinstehende Männer wahrscheinlich verblüffen wird. Weiter oben habe ich schon beschrieben, dass außer an den Hand- und Fußflächen, sowie den Schleimhäuten, Haare wachsen. Also überall am Körper. Das beschränkt sich aber nicht auf den Mann. Auch Frauen haben überall Haare. Erstaunlich! Die Frauen, die man kennt und vor allem die, die man gerne kennenlernen möchte, haben aber nur sehr wenig bis garkeine Haare am Körper. Der Grund ist, dass Frauen im Bezug auf die Haarentfernung auf ein ganzes Arsenal an Wunderwaffen zurückgreifen können.

Lernen von Mama

Websites wie haare-ratgeber.de beschäftigen sich intensiv mit der Haarentfernung. Vom Sugaring, über das Waxing, bis zum Epilieren und der Laserentfernung von Haaren gibt es Methoden, die dem durchschnittlichen Mann nicht so leicht in den Sinn kommen würden. Wir haben gelernt mit dem Rasiermesser umzugehen, also setzen wir das Messer überall dort ein, wo unerwünschtes Haar wächst. Das Rasieren ist allerdings nur eine recht kurzfristige Methode der Haarentfernung. Andere Methoden ermöglichen eine langfristige Enthaarung und sorgen dafür, dass wochenlang keine neuen Haare mehr wachsen. Das macht Sinn, wenn man die Haare tatsächlich nicht wieder haben möchte.

Haarentfernung

Wie man seinen Vollbart pflegt, was man nicht tun sollte und was man auf keinen Fall vergessen darf, habe ich in vielen vielen Beiträgen auf dieser Seite schon erklärt. Dass der Bart eine Zierde ist und jeder Mann vom Tragen eines Vollbarts uneingeschränkt profitiert, ist unwidersprochen und völlig klar. Das Körperhaar abseits des Bartes kann man aber mit unterschiedlichen Emotionen sehen. Was Frauen bereits vor langer Zeit für sich entschieden haben und was uns Männern offensichtlich auch gefällt, ist die komplette Entfernung der Körperhaare. Als Mann ist ein Teil der Körperbehaarung durchaus erwünscht. Aber auch unter den Männern gibt es einen Trend zur Haarenfernung.

Oben Hui, unten nicht

Tatsächlich liest man auf vielen seriösen Seiten, dass die Haarentferung heute zum guten Ton gehört. Je jünger der Mensch, desto weg ist das Körperhaar. Wie oben schon erwähnt durchaus erfreulich, wenn man an eine junge Frau denkt, aber auch der junge Mann legt nicht nur Hand, sondern auch Haarentfernung an, wenn er morgens unter der Dusche steht. Dagegen spricht auch sehr wenig. Wer gerne die nackte Haut ohne störende Haare sehen und spüren will, dem muss man das nicht ausreden. Zwar hat Körperhaar einige wichtige Funktionen, aber dank zahlreicher Entwicklungen der letzten Jahrhunderte haben diese Funktionen andere technische und soziale Errungenschaften abgelöst.

Haarersatz

Ist es im Winter kalt und im Sommer zu heiß, dann müssen wir uns nicht auf die dichte Schambehaarung verlassen um uns zuverlässig vor der Witterung zu schützen. Der Mann von Welt trägt heute nämlich Unterwäsche. Damit wird die empfindliche Haut ausreichend geschützt. Ob Feinripp, oder indische Vollsynthetik spielt dabei keine Rolle. Das Körperhaar ist aber auch zwischenmenschlich wichtig. Zahlreiche Duftstoffe, die Mann und Frau absondern um ihre Umwelt über den eigenen Gemütszustand und wichtige Dinge, wie Migräne, oder unbändige Lust zu informieren, werden über die Körperhaare und ihre große Oberfläche effizient verteilt. Tja und da kann ich jetzt nicht anders, als wieder eine Filmszene vor das geistige Auge zu rufen. Kaum einer beschnüffelt seine Partnerin, oder seinen Partner wie Jean-Baptiste Grenouille sein erstes Opfer, die von Karoline Herfurth verkörperte Mirabellenverkäuferin, in „Das Parfum“. Zumindest nicht, bevor man sich vorgestellt hat.

Ausnahme Bart

Die Körperbehaarung fällt heute also völlig zu Recht und ohne negative Folgen meist der Haarentfernung zum Opfer. Zumindest teilweise wird für klare Sicht und glatte Oberflächen gesorgt. So wenig die Körperbehaarung heute einen praktischen Zweck erfüllt, so sehr kann man das Gegenteil vom Vollbart behaupten. Während große Teile unseres Körpers Tag und Nacht in Textilien gehüllt werden, ist unser Gesicht gnadenlos der Witterung ausgesetzt. Wo Haare hinter Anzügen und T-Shirts verschwinden, bleibt der Bart immer sichtbar. Die Signale die er aussendet, die psychologische Wirkung und die Schutzfunktion, die er für unser Gesicht hat, sind essentiell. Das Körperhaar und der Trend zur Haarentfernung eröffnet allerdings völlig neue Möglichkeiten. Ist jemand überzeugt, dass die tägliche Rasur Pflicht ist, dann kann er diesem Zwang uneingeschränkt nachgeben. Der Trick dabei ist, den Rasierer nicht an das Kinn, sondern eine Etage tiefer anzusetzen. Damit liegen Gesicht und Intimbereich gleichermaßen voll im Trend!

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