Der Vollbart in falschen Händen

Männer und Frauen haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten und sogar als man auf den zweiten Blick erkennt. Neben ein paar Organen, die wir genauso ausbilden, wie die weiblichen Individuen unserer Spezies, gibt es aber auch Dinge, die auf den ersten Blick völlig anders sind. Trotzdem gleichen sich diese Dinge letztendlich dann doch noch irgendwie. Der Vollbart ist eines dieser Dinge.

Schauen mit den Augen

Auch am weiblichen Körper bilden sich, wie bei uns im Gesicht der Vollbart, durchaus ansehnliche Partien aus. Die weiblichen Rundungen, von denen der Körper der Frauen in seiner Attraktivität lebt und die uns als Männer mitunter fast schon magisch anziehen, sind in erster Linie eine Augenweide. Zumindest im Alltag. Kommt man sich näher und vielleicht noch ein wenig näher, dann darf sich eine interessierte Hand vielleicht auf, oder zwischen die verschiedenen Rundungen vortasten und erkunden, was es ist, das die Reize ausübt. In dieser Hinsicht unterscheidet sich ein perfekter Vollbart kaum von zwei perfekten Brüsten. Ansehnlich und anziehend, aber nur für einen sehr begrenzten und sehr vertrauten Personenkreis auch eine Sache, die man sich mal gepflegt durch die Finger gleiten lässt.

Autoerotik

Auch wenn so ein Fahrzeug durchaus seinen Reiz haben kann ist mit der Autoerotik nicht immer die Erotik im, oder auf dem Auto gemeint. Viel mehr stammt das Wort aus Griechenland und bildet eine sehr beliebte Vorsilbe. Auch vor der Erotik hat sie so ihren Platz gefunden und beschreibt eine sehr intime Beziehung zu sich selbst. Ich kann jetzt nicht genau beurteilen wie die Beziehung zwischen Frauen und Brüsten genau ist, aber man kann im häuslichen Umfeld bei der Mitbewohnerin durchaus beobachten, wie sie knetet und umfasst, oder einfach nur entspannt eine Hand unter das lockere T-Shirt legt. Nur zu verständlich, wenn man das weiche warme Milieu, das unter der Oberbekleidung herrscht schon besser kennengelernt hat. Auch der Vollbart lädt die Finger und Hände ein um sich an seiner Textur zu ergötzen. Beherzt greift man zu jeder Tages- und Nachtzeit gerne in den Vollbart und lässt das Barthaar durch die Finger gleiten.

Nachdenkhilfe

Dabei ist es nicht nur die Haptik der Gesichtbehaarung, die es uns angetan hat. Das Streichen durch den Bart regt unsere Gedanken an und so manche geniale Erfindung und bahnbrechende Theorie ist mit der Hand im Bart entstanden. Wäre der Herr Erfinder, Physiker, oder Genie rasiert gewesen, würden uns heute wohl ein paar fundamentale Entdeckungen abgehen. Ob weibliche Genies beim Denken ähnliche Unterstützung mit der Hand unter der Bluse bekommen kann ich wiederum nicht beurteilen. Es erscheint aber unwahrscheinlich. Das selbst Begreifen der Bartpracht ist also eine willkommene Unterstützung für unsere Hände. Darüber hinaus ist es gesellschaftlich anerkannt und kann auch an öffentlichen Plätzen, oder wenn man selbst im Mittelpunkt steht ungeniert angewandt werden.

Fremde Hände im Vollbart

Es ist kurzerhand unüblich im normalen Alltag beherzt zuzulangen, wenn eine Frau und ihre einladenden Brüste ins Spiel kommen. So groß das Interesse auch sein mag, der direkte Zugriff gehört sich einfach nicht. Allerdings kann man auch als authorisierter Lebensabschnittspartner seinen Händen nicht freien Lauf lassen, wenn es gerade ins Konzept und zum Hormonspiegel passt. Ganz ähnlich restriktiv sollte man mit dem Zugriff auf den Vollbart sein. Das Barthaar ist das klare Hoheitsgebiet seines Trägers und ein Ort, der nicht zur freien Entnahme zur Verfügung steht. Allerdings ist es, anders als bei der weiblichen Brust, durchaus gesellschaftsfähig einem Mann in den Bart zu greifen.

Der innere Kreis

Wichtig bei der Berührung des Bartes sind eine paar Grundregeln, an die man sich unbedingt halten sollte. Berechtigt sind nahestehende Frauen, Frauen, denen man gerne mal etwas näherstehen würde und gute Freunde. Wer aufmerksam mitgelesen hat, dem wird aufgefallen sein, dass Fremde und flüchtige Bekanntschaften, sowie Kollegen und andere Menschen, die man nur zwangsweise, oder flüchtig kennt, nicht genannt worden sind. Als Mann hat man es hier wirklich sehr leicht. Will man einmal einen ordentlichen Bart in die Finger bekommen, dann hat die Natur ein Ass im Ärmel. Man kann sich als Mann einfach einen schönen Vollbart wachsen lassen und die volle Bandbreite der bärtigen Autoerotik ausleben. Sogar im Auto kann man das praktizieren. Frauen sind hier etwas benachteiligt. Sie müssen sich zumindest von einer guten Seite zeigen um in den Kreis der möglichen Bartgrapscher zu kommen.

Hygienemaßnahmen

Der Bart ist eine relativ intime Zone. Berührungen im Gesicht, das Streichen durchs Haar und anderes Anfassen oberhalb des Halses ist unter verliebten, oder unter guten Freunden nicht unüblich. Im Kontakt mit unbekannten ist es aber verpönt. Es gibt auch hier eine natürliche Grenze, die man nicht überschreiten sollte. Genausowenig, wie man im Gespräch nur wenige Zentimeter vor der Nasenspitze des Gesprächspartners seine eigene Nase platzieren sollte, so sind Berührungen an verschiedenen definierten Körperstellen unpassend. Beim Vollbart kommt hinzu, dass man mitunter viel Arbeit in den Sitz der Bartfrisur investiert hat. Auch weiß man ja nicht immer, was die Hand in der letzten Viertelstunde so alles getrieben hat und ob man den Vollbart dieser potentiellen Keimbelastung aussetzen möchte.

Eine Hand wäscht die Andere

Hat man keinen guten Freund, dem man mit der Hand nahe genug kommen darf um das drahtige Barthaar auch einmal zu spüren und will man aus triftigen Gründen selbst keinen Bart tragen, weil man beispielsweise bei den olympischen Spielen mitschwimmen will, dann hat man immer noch die Option höflich zu fragen. Eine charmante Anfrage und ein gepflegtes Äußeres sind eine gute Ausgangslage. Ein Nein ist natürlich zu akzeptieren, aber es sollte keine Schwierigkeit sein, einen Bartträger zu finden, der seinen Bart zur Verfügung stellt. Als Frau hat man hier einen kleinen Vorteil. Will man unbedingt mal einen Vollbart anfassen, dann gibt es die Möglichkeit auf einen kleinen fairen Tausch Brust gegen Vollbart. So haben beide Seiten etwas davon und die Hände haben einmal etwas Abwechslung.

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