die 5 schlimmsten Bartunfälle

Der Bartunfall ist das Schlimmste, was allmorgendlich im Bad passieren kann. Den Aufsatz des Trimmers vergessen, wenn man die Wangen trimmt, oder mit dem Rasiermesser abrutschen, sind fatale Mißgeschicke. Abseits der Bartunfälle rund um die Bartpflege gibt es aber auch wirkliche Unfälle, Verletzungen und Krankheiten, die den Bart in Mitleidenschaft ziehen. Eine kleine Liste habe ich Euch heute zusammengestellt.

Disclaimer

Bärte sind die Attribute wahrer Männer. Das Testosteron, das durch die Adern gepumpt wird, lässt den Bart sprießen. Trotz dieser Tatsachen kann es sein, dass auch ein Bartträger zart besaitet ist. Speziell dann, wenn es um das Prachtstück am Kinn geht, verstehen viele Männer keinen Spaß. Wer ein Problem damit hat, Gefahren und Risiken, denen unser Bart tagtäglich ausgesetzt ist, zu ertragen, dem darf ich einige andere Beiträge auf meiner Seite nahelegen. Es ist keine Schande, wenn man an dieser Stelle zu Lesen aufhört und sich erfreulicheren Themen zuwendet. Allen anderen kann ich nur zu ihrem Mut gratulieren. Nur wenn man eine Gefahr kennt, kann man sich ihr stellen. In diesem Sinne: Hier eine Liste der Unfälle und anderer Mißgeschicke, die der Bartträger tunlichst vermeiden sollte

1. Erkältung

Auf den ersten Blick keine große Sache. Husten, Schnupfen und Heiserkeit gehören zur kalten Jahreszeit einfach dazu. Die Grippewelle rollt über Mitteleuropa und da und dort muss ein braver Bartträger für ein paar Tage das Bett hüten. Die Wirkung von Fieber ist bei Männern enorm und so liegt man entkräftet und im Fieberwahn im Bett und wartet darauf, dass das Immunsystem endlich seinen Job macht. Wer krank im Bett liegt, der vernachlässigt nachvollziehbarerweise auch die Körperpflege. Nur ein Minimum an Handgriffen wird verrichtet und schnell findet man aus dem Bad wieder den Weg ins Bett, oder auf die Couch. Fatal wäre in so einem Fall aber, die Bartpflege zu vergessen. Gerade im Fieberwahn ist Sabbern ein weit verbreitetes Phänomen.

Sabbern im Fieberwahn

Wer also 4 Tage im eigenen Saft schmort, ohne sich um die Entsorgung desselben ausreichend zu kümmern, könnte seinem Bärtchen irreparable Schäden zufügen. Wer hofft von der Mitbewohnerin getröstet zu werden, der hofft vergebens, wenn die untere Gesichtshälfte ein haariger Klumpen aus eingetrocknetem Schleim und anderen Substanzen ist. Gut, wer an dieser Stelle das (Rasier)Handtuch wirft und sich zu den Kollegen mit dem schwachen Magen gesellt, die sich bereits nach dem Disclaimer in Sicherheit gebracht hat, sind gut zu verstehen. Aber das Schlimmste haben wir hinter uns gebracht.

Schnupfen – alles muss raus

Naja, die letzte Behauptung lässt sich, angesichts dieser Überschrift wahrscheinlich nicht aufrecht erhalten. Ich hoffe, es gibt noch ein paar harte Kerle da draußen, die mit Tränen in den Augen die Zähne zusammenbeißen und tapfer weiterlesen. Also bringen wir es hinter uns. Das Nasensekret, das im Erkältungsfall in der Nase gebildet wird, stellt einen nicht unerhebliche Belastung für unsere Oberlippe dar. Wo sonst Schmelzkäse, Burgersauce und Salatdressing sich einfinden, da fängt sich bei Schnupfen Hausgemachtes. Mal dünnflüssig und klar, mal zäh und gelblich wift die Nase aus, was keine Miete zahlt. Aus Sicht der Nase natürlich ok, aber der Moustache fängt all den Schlodder ab, der da herumschleimt. Wer also an Schnupfen leidet, der sollte sich nicht auf gebügelte Stofftaschentuch verlassen, sondern die Familienpackung Tempo griffbereit mitführen. Die Pflege des Moustache ist in dieser Phase sehr wichtig. Ausreichend Bartöl, ein Balm, oder auch Bartwichse impregnieren das Barthaar und lassen den Nasenschleim abperlen. So, jetzt aber wirklich weniger ekelige Themen.

Niesen im falschen Moment

Das allseits beliebte Haa-Tschiii ist in der Schnupfenzeit in aller Munde. Mit hohem Druck wird die Nase von innen durchgeblasen. Die körperlichen Nebeneffekte sind beeindruckend. Eine hohe Muskelspannung lässt uns erzittern, die Luft wird mit 180 km/h aus der Nase gedrückt und die Augen sind fest geschlossen. Der Druck im Brustraum kann sogar kurz das Herz aus dem Takt bringen. Nicht schlimm, sondern sogar gut für uns ist ein Nieser, befreit er doch unsere Nase. Allerdings kann die Kombination aus Nase voll, also Schnupfen und 180 km/h Luftstrom zu einem explosionsartigen Auswurf ekeliger Substanzen führen. Das ist nicht schlimmer, als das oben beschriebene Einsauen des Moustache, aber der Niesvorgang selber kann zur falschen Zeit durchaus ein Problem sein. Setzt man nämlich gerade das Messer an um die Kontur millimetergenau nachzurasieren, kann ein Nieser unangenehm enden. Auch ein prüfender Blick auf den Barber empfiehlt sich zur Erkältungszeit. Er wird während des Treatments mit scharfen Gegenständen in die Nähe wichtiger Blutgefäße kommen. Niesen sollte er dabei nicht.

2. Läuse

Ja, jetzt habt Ihr Euch zu früh gefreut. Nach dem ganzen Nasenschleim kommen jetzt auch noch Parasiten ins Spiel. Meine Leser haben es heute wirklich nicht leicht, aber auch unangenehme Themen müssen einmal angesprochen werden! Die kleinen Tierchen sind ja eigentlich nicht schlimm. Sie leben gemütlich in unseren Haaren und gönnen sich alle 2-4 Stunden einen ordentlichen Schluck Blut. Genau in dieser Ernährungsweise liegt das Problem. Die Kopfläuse bohren die Kopfhaut an und saugen sich voll. Dabei gelangt Speichel in die Haut, auf den unsere Immunsystem reagiert. Es beginnt zu Jucken, man kratzt, die Haut wird verletzt und es entsteht eine Entzündung. Auch die Läuse selbst können Eitererreger mitbringen und die Bissstelle direkt entzünden. Aber was kann man tun, um Lausbefall zu vermeiden?

Immer diese Kinder

Am häufigsten kommen die Läuse über die Kinder ins Haus. In der Kita, oder der Schule haben die Kinder häufig engen Kontakt und schon krabbelt so eine Laus von einem zum anderen. Die Kopflaus springt nicht etwa von Kopf zu Kopf, sondern greift sich ein Haar, wenn man die Köpfe zusammensteckt. Wer also Kinder mit Läusen daheim hat, der sollte ihnen mit dem Bart nicht zu nahe kommen. Ein kameradschaftlicher Handschlag, oder ein aufmunternder Klaps auf die Schulter sollte vorerst genug Vaterliebe sein. Auch freundliches Zuwinken aus sicherer Entfernung wäre in Ordnung. Die Läuse wieder loszubekommen ist nämlich nicht unbedingt gut für den Bart.

Un-Bio-Chemie

Da liest man das Kleingedruckte auf den Bartölflaschen aufmerksam durch, damit man sich keine Substanzen ins Barthaar einbringt, deren Ursprung nicht voll umfänglich geklärt werden kann, und dann soll man sich ein Insektizid einmassieren. Realistisch betrachtet kann man auch bei viel Vorsicht nicht vermeiden, zur Vorbeugung den Bart damit zu waschen, aber auf jeden Fall ist eine begleitende Bartpflege Pflicht. Reinstes Öl kann den Bart in dieser schwierigen Phase helfen und dafür sorgen, dass er nach der Entlausung wieder in alter Pracht erglänzt.

3. Schürfwunden

Barthaar ist reißfest wie Kupferdraht und schützt unser Gesicht vor Umwelteinflüssen aller Art. Hitze, Kälte, Sonne und vieles Andere, was die Umwelt im urbanen Lebensraum zu bieten hat, wehrt er souverän ab. Allerdings kann man auch einen solchen Universalschutz an seine Grenzen führen. Einschlägige Sendeformate geben gute Beispiele für mögliche Vorgeschichten, die letztendlich in einem Sturz münden. Aufmunternde Titel, wie Hoppala, spaßige Musik und sarkastische Kommentare kitzeln unsere Schadenfreude. Auch wenn der gezeigte Pechvogel wahrscheinlich noch eine Weile regungslos liegen geblieben ist lachen wir schon über den nächsten Deppen, der mit Anlauf ins Unglück springt. Lustig ja, allerdings nur solange Andere betroffen sind.

Schaden ohne Freude

Versucht man sich selbst im Parcours, treibt sein Skateboard zur Höchstgeschwindigkeit, oder leiht sich ohne die geringsten Vorkenntnisse einen Segway aus um damit eine sehr schnelle Runde im Wald zu drehen, dann kann man leicht auch einer von denen werden, über die Andere lachen. Je nach Fallhöhe, Geschwindigkeit, Kleidung und noch etlichen anderen Faktoren schlägt bei einem Sturz eine bedauernswerte Körperregion als erstes auf. Was auch immer die Vorhut beim Aufprall übernimmt, wird es schnell bereuen. Die ganze Wucht des Aufpralls muss abgefangen werden. Ein Knochenbruch ist schnell passiert und wer hier Glück hat, der kann nur hoffen, dass eine mögliche Vorwärtsbewegung nicht noch ausreichend kinetische Energie beisteuert um die letzten drei Meter in Bauchlage zu absolvieren.

Bart und Kopf hoch

Verliert man nicht beim Aufschlag, oder kurz davor bereits das Bewußtsein, dann gilt für den Bartträger eine goldene Regel: Kopf hoch! Nur wer den Kopf davon abhält am Boden zu radieren, der kann sicher sein, dass die Barthaare sich nicht dem Boden mehr verbunden fühlen, als dem Gesicht und sich samt großer Hautfetzen verabschieden. Wer eisern den Kopf hochhält hat gute Chancen nicht, im wahrsten Sinn des Wortes, das Gesicht zu verlieren. Je nach Tiefe der Schürfwunde ist nicht ausgeschlossen, dass an der Stelle nie wieder etwas wächst.

4. Feuer

Wenn Feuer ins Spiel kommt, ist mit dem Bart nicht zu spaßen. Das verwöhnte Barthaar kann mit offenem Feuer nicht umgehen und geht in Flammen auf. Wer beruflich mit Feuer zu tun hat, der sollte sich entsprechend schützen, bevor er die Esse schürt, oder ins brennende Haus stürmt. Bei etwas über 200° ist es vorbei mit der Bartpracht und durch die strategische Anbringung des Prachtstücks ist es in den meisten Fällen das Erste, was den Raum betritt. Wer also beim Grillen gerne mal die Qualität der Tofuwürstchen aus nächster Nähe begutachtet, oder am Bärenfell vor dem offenen Kamin bei exotischen Posen, oder zärtlichen Küssen nicht ordentlich auf Abstand achtet, der könnte Teile des Bartes unfreiwillig einbüssen.

Asymmetrischer Brandschaden

Wer Glück im Unglück hat, dem brennt die Feuersbrunst eine gerade Kante in den Vollbart. Weil aber oft auch ein wenig Pech im Spiel ist, wenn der Bart brennt, ist das Ergebnis oft nicht ganz einheitlich. Es reicht schon, wenn man das Grillbesteck in der rechten Hand hält und es nicht loslässt, wenn der Bart brennt. Steht nur eine, im Beispiel die linke Hand zur Verfügung wird das Feuer erst auf der einen, dann auf der anderen Seite ausgedämpft. Die Zeitverzögerung kann bereits über einen zusätzlichen, oder eher einen Zentimeter weniger entscheiden. Selbsthilfe ist nach einem Brandschaden keine wirkliche Option. Sind auch die Nase und Ohren betroffen, dann sollte man zuerst den Arzt aufsuchen. Der zweite Weg sollte aber unbedingt der Weg zum Barber sein. Ein Barbier, der seiner Berufung nachgeht, wird einen Bartnotfall auf jeden Fall einschieben.

5. gebrochener Nagel

Wie schon die Stürze unglücklicher Menschen uns belustigen, so gibt es noch eine zweite Unfallart, die als Slapstick-Element gerne verwendet wird. Hauptakteure bei diesem Unfall sind ein Nagel und ein Hammer. Das Fixieren des Nagels an der Stelle, an der er in die Wand soll, ist die Aufgabe der ersten Hand. Die zweite umschließt beherzt den Hammer und zieht durch. Abhängig von der Hand-Augekoordination, der Tatsache, ob die Augen geschlossen, oder geöffnet sind, der Arbeitshöhe, der Tagesverfassung und anderer Kriterien besteht eine Chance zwischen 25 und 95%, den Nagel auf den Kopf zu treffen. Läuft etwas schief, dann sollte man gut vorbereitet sein, damit man während der zwei Minuten, die man blind vor Schmerz und Wut verbringt, auch ausreichend Kraftausdrücke zur Hand hat.

Nagel, oder Nagel

Oft schlägt der Vorschlaghammer auch nicht sehr weit vom Nagel in die Wand. Hält man eisern am Nagel fest, dann leidet mit hoher Wahrscheinlichkeit ein anderer Nagel. Unter der Wucht des Aufpralls erleidet der Daumen und/oder andere der involvierten Finger ein stumpfes Trauma vom Feinsten. Hat man Pech, bricht der Fingernagel unter der freiwerdenden Energie. Wer Glück hat, kommt mit einer Prellung davon. Allerdings schmerzt der Nagel auf Tage. Warum das ein Bartunfall ist? Ganz einfach!

Nicht ohne meinen Daumen

Der Daumen, oder eigentlich der Daumennagel, spielt bei der Bartpflege eine tragende Rolle. Bartwachs in verschiedenen Härtegraden, muss tagtäglich aus der Dose gearbeitet werden. Damit eine passende Menge aufgenommen werden kann, muss die Substanz mit dem Daumennagel aus der Dose gearbeitet werden. Und hier ist das Problem. Will man ein ausgesprochen festes Bartwachse einbringen, dann braucht man einen harten und völlig intakten Fingernagel. Schmerzt dieser bei jeder Berührung, dann gilt der Merksatz: Wer schön sein will, muss leiden. Aua!

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