Jetzt muss der Bart weg

Es gibt Situationen, da muss auch das Beste, das uns aus den Poren quillt einmal weg. Auch wenn der Bart und das Barthaar vor Vorteilen nur so strotzen und Männer weltweit ihnen ein überwältigendes Äußeres verdanken, gibt es Situationen, da muss man sich über die Entsorgung der Barthaare den Kopf zerbrechen. Dabei muss allerdings klar zwischen erwünschtem und unerwünschten Barthaar unterschieden werden. Im Gesicht, innerhalb der Konturen und da, wo wir unseren Bart tragen, bleibt der Bart natürlich!

Der Bart geht zum Brunnen

Der Vollbart hat eine Gemeinsamkeit mit einem Krug. Der letztgenannte geht oft und gerne zum Brunnen. Bricht er eines Tages, dann ist es damit vorbei, denn der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Beim Barthaar kommt auch einmal der Zeitpunkt, sich zu verabschieden. Nach einer tollen Zeit, die das Haar im Gesicht des Mannes verbringen durfte endet die Anagenphase. Nach aufregenden sieben Jahren mit etlichen Besuchen beim Barbershop und vielen zärtlichen Bartölbehandlungen geht das Haar den Weg allen Irdischen. Die unvermeidliche Katagenphase setzt ein und die Haarwurzel verkümmert. Das stolze Barthaar gibt schließlich die Verankerung der Wurzel auf und wechselt in die Telogenphase. In diesem Zustand kann jede, noch so gut gemeinte Pflege mit der Bartbürste das Letzte sein, was das Barthaar erlebt. Auch ein gedankenloser Griff in den Bart kann das Ende für das Haar bedeuten.

Keine Zeit für Trauer

Ja, der Kreislauf des Lebens macht auch nicht Halt vor dem Barthaar. Es ist aber auf keinen Fall ein Grund, Trübsal zu blasen. Wie alle Haare unterliegen auch die Barthaare einem Kreislauf aus drei Phasen. Sie wachsen in der Anagenphase, beenden das Wachstum und fallen schließlich in der Katagenphase aus. Danach kommt eine Erholungsphase. In der Telogenphase sammelt das Haar neue Kräfte und nach ein paar Monaten Ruhe startet wieder die Anagenphase und der Kreislauf beginnt von vorne. Beim Vollbart ist der Haarausfall also ganz normal. Anders als das Haupthaar muss man bei der Königsdisziplin des männlichen Haarwuchs keine Angst vor Glatzenbildung haben. Die Haarwurzeln des Bartes sind gegen den erblich bedingten Haarausfall immun.

Haarberge

Als stolzer Bartträger kennt man das Problem wahrscheinlich. Auch wenn das Haupthaar sich ähnlich verhält, wie der Bart und regelmäßig ausfällt, hat man mit diesen Haaren kein Problem. Die drahtigen Barthaare, von denen etwa 50 pro Tag ausfallen, finden sich aber in jedem Lebensbereich. In Tastaturen, rund um den Fahrersitz im Auto, auf der Kleidung, in der Bartbürste und natürlich auch auf dem Boden in der Wohnung. Es wirkt fast, als ob man eine Spur aus Barthaaren legt. Auch wenn es tolle Möglichkeiten gibt, Barthaar zu Geld zu machen, geht es bei den Barthaaren rund um unsere Aufenthaltsorte in erster Linie um Entsorgung.

Der Bart muss weg

Tatsächlich kann ein Vollbart, bzw. die ausgefallenen Barthaare eine Beziehung stark belasten. Bei der peniblen Zählung der Barthaare, die nach der Pflege des Vollbarts mit Bartshampoo in der Duschtasse liegen, übersieht die Mitbewohnerin gerne die eigenen meterlangen Hinterlassenschaften. Dass das Ausfallen selbst kein Problem ist, ist mittlerweile ja klar gestellt. Das Ausgefallene kann den Hausfrieden aber aus dem Gleichgewicht bringen. Eine elegante Variante, alles wieder in die waagrechte zu bekommen, ist ein Saugroboter. Der kleine Helfer sorgt unscheinbar für einen sauberen Boden und ist der ideale Weg um Barthaar bequem und automatisch einsaugen zu lassen. Aber auch ohne Mitbewohnerin sollte man das Problem ernst nehmen. Je nach Länge des Bartes sammelt sich so eine beachtliche Menge Biomasse in der Wohnung, oder im Büro.

Sauber bleiben

Das ausgefallene Barthaar stellt sicherlich kein hygienisches Problem dar. Dank regelmäßiger Pflege ist es sauber und vollgesogen mit Bartöl. Ein solches Haar sorgt also für einen angenehmen Duft im Haus. Trotzdem sollte man bei der Entsorgung nicht zu sentimental sein. Es gibt genug Barthaar, das in der Anagenphase in unserem Gesicht wächst und gedeiht. Diese Haare haben unsere volle Aufmerksamkeit verdient. Regelmäßiges Staubsaugen daheim und auch im Auto kann die meisten Barthaare entfernen und den alten Glanz wieder herstellen. Das gefallene Haar hat nämlich das Potential dem Bart zu schaden.

Haarige Antiwerbung

Haar ist eine wunderbare Sache, hat aber einen unangenehmen Nachteil. Egal an welchem Teil unseres Körpers es wächst und welche Körperöffnungen sich in der unmittelbaren Nähe befinden. Haar braucht Pflege. Die Bartpflege ist oberste Pflicht und nur ein gepflegter Vollbart kann auch sein gesamtes Potential entfalten. Wer seine Haare fettig und verdreckt trägt, wird sozial den Anschluss verlieren und muss alleine ins Kino gehen. Sein Prachtstück also ordentlich in Schuss zu halten und alles, was in unserer Macht liegt, zu tun, um es zu optischer Höchstleistung zu bringen, ist eine gute Investition. Allerdings darf sich die Wartung und Pflege im Sinne des Außenauftritts nicht auf das Barthaar im Gesicht beschränken.

Bart-Messie

Das Messie-Syndrom ist eine traurige Sache und eine schwere Bürde für die Betroffenen. Da geht es nicht nur um das zwanghafte Verhalten, Dinge in der Wohnung zu horten, sondern innerhalb kurzer Zeit auch um soziale Folgen. Wer daheim den Müll stapelt, lädt selten Freunde ein. Bleibt man von dieser und anderen psychischen Erkrankungen verschont, kann man sich glücklich schätzen. Will man sich selbst ein ähnliches Schicksal ersparen, dann sollte man regelmäßig die unweigerlich ausfallenden Barthaare entsorgen. Der Schaden, den so ein lose herumliegendes Haar anrichten kann ist ein schwerer Imageschaden für den Bart.

Markenbotschafter

Der Vollbart ist heute vollkommen gesellschaftsfähig. Trotzdem herrschen immer wieder Vorurteile und man behauptet nach schlampig durchgeführten Studien, dass es unhygienisch wäre Gesichtshaar zu tragen. Werden die Studien ordnungsgemäß durchgeführt zeichnet das ein ganz anderes Bild, aber offensichtlich verkaufen sich negative Nachrichten besser. Als Bartträger trägt man eine große Verantwortung. Je mehr verwahrloste Bärte es auf den Straßen gibt, desto eher wird der Durchschnittsmitmensch den Vollbart als unhygienisch ansehen. Wer einen tadellos gepflegten Vollbart präsentiert, der arbeitet aktiv am positiven Image des Barts in der Gesellschaft. Allerdings nützt die schönste Bartpflege nicht, wenn man beim Hausbesuch knöcheltief im Barthaar versinkt.

Pelziger Bodenbelag

Auch die eigene Wohnung, das Auto und der Arbeitsplatz sind Teil des Außenauftritts. Die Werbung für den Bart endet nicht im Gesicht, sondern umfasst auch die Lebensbereiche, in denen man Barthaar verliert. Ein Handstaubsauger, ein Staubtuch und da und dort auch ein einzelnes Haar, das man aufhebt, sind wertvolle Beiträge. So stolz das Barthaar zusammen mit den anderen im Gesicht auch aussehen mag, ein einzelnes Haar neben der Tastatur, oder am Esstisch will nicht so gepflegt wirken. Es zu entsorgen ist Teil der Imagepflege des Vollbarts und sollte ganz selbstverständlich Teil der Bartpflege sein.


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