Mein Name ist Bart, Voll Bart

Egal ob ihr Euch jetzt schüttelt, oder gerührt seid, aber es gibt einen Moment, den man als Bartträger erreichen kann. Irgendwann passiert es das erste mal und dann weiß man, dass all der Bartwuchs sich ausgezahlt hat. Das Ziel ist erreicht und der Bart hat eine markante, eine einzigartige, eine unverwechselbare Form und Länge. Der Moment ist es, wofür wir unseren Bart wachsen lassen!

Inflation

In Zeiten wie diesen hat der Bartträger es schwer. An manchem Kinn baumelt ein Prachtstück und viele Männer finden ihren bärtigen Stil. Nicht dass das schlecht wäre. Ganz im Gegenteil, es kann nicht genug Bärte geben und es ist nun mal die männliche Natur, im Gesicht Haare zu tragen. Allerdings fällt es zunehmend schwerer sich abzuheben. Will man nicht unbedingt einen Klingonen, oder einen Chin Curtain tragen, dann hat man wenige Möglichkeiten mit dem Barstyle zu punkten.

Mehr ist mehr

Die männliche Menschheit trägt Bart. Das ist eine Tatsache, die man nicht leugnen kann. Allerdings besitzen die meisten dieser Bartträger auch einen Trimmer. Das Prachstück wird ordentlich und akkurat zurechtgestutzt, die Konturen werden sauber gezogen und frech überstehende Barthaare werden direkt gekürzt. So geschoren wirkt der Bart gepflegt und man vereint das Wunderbare mit dem Nützlichen. Der Bart ist pflegeleicht, aber da. Den Bart in dieser Form zu tragen, ihn zu pflegen und zu einem hervorragend gewarteten Kunstwerk zu machen ist eine wundervolle Aufgabe. Jeder Bart ist ein guter Bart, aber je mehr davon umso besser. Man kann sich mit einem langen wallenden Vollbart heute noch immer ganz gut von dem Rest der Bärte abheben.

Mehr Wartung

Natürlich ist ein längerer Bart auch Wartungsintensiver. Man kann schon eine gut und sinnvoll genützte halbe Stunde im Bad verbringen. Mit Bartshampoo wird der Bart sauber und weich. Mit Bürste, Kamm und Föhn wird er geglättet und mit dem Glätteisen vollendet. Zur Krönung wird Bartpflege eingearbeitet. Je nach Lust und Laune wird Bartöl, Bartbalsam, Bartwachs, oder vielleicht sogar Pomade in das Barthaar massiert. Unser Vollbart dankt es uns mit seidigem Glanz und gutem Sitz. Das Barthaar ist gebändigt und der Gesamteindruck beeindruckt gesamthaft.

Der Moment

So hegt und pflegt man seinen Bart über Wochen, Monate und Jahre. Man trägt ihn zum Barbier des Vertrauens. Alles andere wäre fatal, denn beim Bartschnitt hat man keine Chance dem Meister auf die Finger zu sehen. Den Kopf weit im Nacken kann man versuchen seinen Gesichtsausdruck zu interpretieren. Hat man den richtigen Barber, dann schließt man die Augen und genießt.

So gepflegt ist der Bart ein Aushängeschild, ein Markenzeichen unsere markante Eigenschaft und schließlich kommt der Tag, der uns zufrieden lächeln lässt. Der Lohn der Mühen, der Pflege und der Geduld. Der Moment in dem wir es zum ersten mal hören.

Der mit dem Bart

Wir hören, wie jemand nach uns fragt und ein Kollege, am besten selbst ein Bartträger, weist ihm den Weg und gibt dem Suchenden noch eine Beschreibung mit auf den Weg. „Der mit dem Bart.“

Balsam für die Ohren. Wir haben es geschafft. Unser Bart ist unser Erkennungsmerkmal geworden. Er ist jetzt eine Eigenschaft, die uns auszeichnet, die man verwendet, wenn man uns beschreibt, die sich realistisch in manch Träumen zeigt. Wir tragen nicht nur einen Bart, sondern wir tragen einen besonderen Bart. Eine Vollbart, den man schon vom weiten sieht und an dem man uns erkennt!

Die Kehrseite

Allerdings hat dieser Moment auch den Charakter eines Point-of-no-Return. Wir verschmelzen mit unserem Bart zu einer Einheit. Wie einst Winnetou und Old Shatterhand schließen wir auch einen Bund fürs Leben mit dem Prachtstück. Gut, es gibt Schlimmeres, aber den klassischen Bartunfall sollten wir auf jeden Fall vermeiden. Der Bart ist unsere hervorstechendste und auffälligste Eigenschaft geworden. Wir haben es geschafft und das ist ein Grund stolz zu sein! Aber mit einem großen Bart tragen wir auch große Verantwortung!

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