Die Vollbart Halslinie – der Blick hinter die Kulissen

An jedem Körper gibt es Stellen, die man der Öffentlichkeit nicht, oder zumindest nicht gerne zeigt. Vieles an unserem Körper passiert im verborgenen und so manches Tatoo, oder Piercing wartet gut versteckt darauf, dass sich jemand so weit vorarbeitet, dass es seine Wirkung entfalten kann. Neben dem Körperschmuck gibt es aber auch ganz natürliche unzugängliche Winkel, die im öffentlichen Leben nichts verloren haben. Die Region hinter dem Vollbart ist ein solcher Winkel. Wer nicht gerade ein Glas bis zum Anschlag leert, oder staunend einem Vogel nachsieht, der wird im täglichen Leben selten den Kopf in den Nacken werfen und den Blick auf die Vollbart Halslinie freigeben.

Natur, oder Kultur

Eigentlich ist es ja völlig egal. Was hinter dem Bart passiert, das bleibt auch hinter dem Bart. Man könnte also dem Barthaar auf seinem Weg Richtung Adamsapfel freien Lauf lassen und das Fell am Hals einfach sprießen lassen. Allerdings sollte das Kriterium, bzw. der Beweggrund für Körperpflege nicht nur die Umwelt und ihre Bewohner sein. Da ist auch die Vollbart Halslinie keine Ausnahme. Auch wenn nur wenige Menschen jemals in den Genuss kommen, einen Blick auf den Hals des stolzen Vollbartträgers zu werfen, sollte man auch hier für Ordnung und Kultur sorgen. Alleine schon um ein gutes Gefühl zu haben.

Bartpflege ist Qualitytime

Wie schon in anderen Beiträgen erläutert ist Bartpflege keine Arbeit. Einen Bart zu tragen ist ein Privileg, das mit der Option einer Extra-Wellness-Einheit im Bad einhergeht. Die Konturen an der Wange und am Hals zu pflegen, den Vollbart zu waschen und mit feinen wohlriechenden Pflegemitteln zu verwöhnen ist eine Tätigkeit, die auf jeden Fall keine Belastung darstellt. Es ist ein wunderbares Gefühl den Vollbart mit beiden Händen zu bearbeiten und es ist ein noch wunderbareres Gefühl, wenn man das Ergebnis, den perfekten Vollbart, anschließend im Spiegel betrachtet und zufrieden ist. Die Pflege der Konturen ist mit einer Handlung verbunden, die man uns Vollbartträgern nicht zutrauen würde. Allerdings ist es auch beim Vollbart erforderlich sich zu rasieren. Rasieren ist eine wunderbare Sache, wenn man es richtig macht.

Praktisch, oder mit Stil

Ein Barttrimmer ist praktisch. Das wars auch schon. Er surrt, läuft mit Akku und macht die Haare weg. Schnell und einfach die Konturen ausrasiert uns schon kann man sich wieder sehen lassen. Allerdings läuft die wahre Rasur anders ab. Da wird Rasierseife aufgeschlagen und der warme Schaum mit zärtlich kreisenden Bewegungen auf die Haut aufgetagen. Ein einzigartiges Gefühl. Ein einzigartiges Geräusch. Anschließend lässt man den Schaum etwas einwirken. Die Poren öffnen sich und das Barthaar quillt auf und wird weicher. Wer es richtig ernst meint, der gönnt sich in dieser Phase eine warme Kompresse. Einen bequemen Stuhl ins Bad und das heiße Rasierhandtuch auf die eingeseiften Regionen legen. Nach ein paar Minuten nimmt man das Handtuch wieder ab.

Heiße Kompresse

Ist die Kompresse ab, wird nochmal eingeseift. Jetzt erst kommt die eigentliche Rasur. Mit dem Rasiermesser wird ausschließlich mit dem Strich gearbeitet. Ist die Haut entsprechend vorbereitet, dann gleitet das Messer problemlos durch den Schaum und kürzt das Barthaar, wo man es nicht haben möchte. Dazu zählen im wesentlichen zwei Regionen. Einerseits die Wangen, an denen man eine Kontur nachziehen sollte. Einzelne Haare, die über dem Bart an den Wangen wachsen, sorgen für einen ungepflegten und unruhigen Eindruck. Eine klare harte Kontur sorgt hier für Ordnung. Am besten ist es, die Kontur vom Barbier setzen zu lassen. Daheim wird sie immer nur nachgezogen.

Die Vollbart Halslinie

Nicht vergessen sollte man aber auch die Vollbart Halslinie. Am unteren Ende des Bartes, oder eigentlich dahinter, gilt es ebenfalls eine Kontur zu setzen. Auch hier gilt, dass der Profi, also der Barber des Vertrauens das erste mal die Lage vorgeben sollte. Man arbeitet in einem Bereich, der schwer einsehbar ist. Zwar kann man sich hier einen Schnitzer erlauben, weil die Region ohnehin verdeckt ist, aber besser ist es natürlich, wenn man hier nichts zu verbergen hat. Auch an der Vollbart Halslinie gilt, dass man nur mit dem Strich rasieren sollte. Andernfalls läuft man Gefahr das Haar zu kurz zu schneiden. Das begünstigt, dass das Haar einwächst, also unter der Haut weiterwächst, statt herauszuragen.

Der beste Platz

Will man den besten Platz für die Vollbart Halslinie finden, dann sollte man sich das am einfachtsten bei anderen Bartträgern ansehen. Man kann also jeden Vollbart, den man trifft mit einem Trick, oder ganz offen dazu bringen, den Kopf zu heben. Man kann dazu Schnaps verteilen, oder auf Flugzeuge und besondere astronomische Konstellationen hinweisen. Auch eine einfache Frage bietet sich an. Ist man schüchtern, dann kann auch eine Internetrecherche machen. Viele Bartmodels lassen sich beim Barbershop abbilden. Barbershops zeigen auf Ihrer Homepage Beispiele ihrer Arbeit. Viele haben eine Facebookseite, auf der auch oft ein Kunde auf dem Barberchair abgebildet wird und auch Youtube kann Babiere aus aller Welt zeigen. Wer aufmerksam alles Bildmaterial auswertet, der wird öfter einen Blick unter den Bart erhaschen können.

Wegbeschreibung

Will man die Vollbart Halslinie ohne vorhergehende Recherche in der Fußgängerzone setzen, dann versuche ich die Position zu beschreiben. Hält man den Kopf normal, blickt also geradeaus nach vorne, dann ergibt sich zwischen Hals und Unterkiefer eine Kante, die etwas einen Finger über dem Adamsapfel verläuft und nach rechts und links zur Kinnlinie wird. Hier, bzw. etwas tiefer soll die Vollbart Halslinie hin. Es gibt dabei aber ein Problem. Hebt man den Kopf ist die Kante verschwunden und die tolle Orientierungshilfe steht nicht mehr zur Verfügung. Man muss sie sich also merken. Ein Trick dazu wäre es, mit dem Finger die gedachte Vollbart Halslinie in den Rasierschaum zu zeichnen, bevor man den Kopf hebt. Das gibt zumindest einen guten Ansatzpunkt. Vermeiden sollte man, die Kontur zu hoch anzusetzen. Ist der Bereich, wo Kopf und Hals aufliegen rasiert, dann können Bartstoppeln  unangenehm werden, weil hier Haut auf Haut reibt. Setzt man die Vollbart Halslinie einen Finger breit tiefer hat man dieses Problem nicht.

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1 Kommentar

  1. Andy

    Bin sehr stolzer Bartträger weil es gut zu meinem Stil passt, meiner Einstellung zum Leben. Aber ein Bart sollte auch dementsprechend gepflegt werden…und da finde ich eure Artikel richtig gut…sehr informativ und authentisch!
    Schöne Grüße Andy

    Antworten

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