Bärtiges Limit – Die Länge zählt

So ein Bärtchen kann sich schon ordentlich in die Länge entwickeln. Lässt man der Natur ihren Lauf und dem Bart freie Hand, dann kann eine Länge von über einem Meter erreicht werden. Abgesehen davon, dass die Bartpflege dann langsam, aber sicher zum Ganztagsjob wird, ergeben sich ein paar Nachteile.

Auf die Länge kommt es an

Dieser häufig verbreitete Irrglaube sorgt bei Männern, die ein Maßband besitzen, weltweit für feuchte Augen und Minderwertigkeitskomplexe. Daran ändert auch die Gegenbehauptung, über den Stellenwert der Technik wenig. Also bleibt, wenn es um die Länge geht, ein schlechter Beigeschmack auf der männlichen Zunge haften und manch einer sucht sich eine Kompensation für vermeintliche Benachteiligung durch die Natur und findet diese oft in der Technik. Egal, ob die Technik in Stuttgart, München, oder Wolfsburg gefertigt wurde, es täuscht nur im Straßenverkehr. Wer aber meint, er müsse sein Bärtchen als Phallussymbol missbrauchen und beherzt auf dem Meter spart, damit er in puncto Länge nicht mehr nur die Nase vorn hat, dem sei gesagt, dass man so etwas nicht, oder zumindest nicht deswegen tun sollte!

Lang ist nicht schlecht

Wer sich einen Vollbart wachsen lassen möchte, der sollte sich von vornherein ein Limit setzen. Entweder das bloße Vorhandensein des Vollbarts reicht dem stolzen Träger und bereits ab wenigen Millimetern Länge darf der Barbier ran, um wieder eine glatte Oberfläche zu formen, oder die Faszination Langhaar am Kinn treibt ihn an, sich eine gute Handvoll wachsen zu lassen. Es ist ja auch zu wunderbar, das eingeölte und weiche Barthaar beim Nachdenken durch die Finger gleiten zu lassen. Nur, wenn man bei der Länge einmal Blut geleckt hat, dann fällt es manchem schwer, sich von den ältesten Millimetern beim Barbier, oder daheim vor dem Badezimmerspiegel zu trennen. Also hebt man einmal beim Barber die Hand und gebietet dem Meister einhalt, wenn er mit der Schere den Bart wieder auf die übliche Länge bringen will und verkündet den Vorsatz zum langen Bart. Man schneidet also nur die Spitzen und lässt die Bartfrisur insgesamt an Länge gewinnen. Was einmal klappt, das kann auch beim nächsten Mal nicht verkehrt sein, also legt man regelmäßig noch einen Zentimeter drauf.

Wer das aus Überzeugung und im Sinne der positiven Wirkung tut, dem sei es vergönnt. Man darf dem Bartträger für seine Überzeugung auf Länge zu setzen Respekt zollen und ihm dies auch gerne bei zufälligen Begegnungen mit einem anerkennenden Blick bestätigen.

Limit erreicht

Jetzt hat so ein überlanger Vollbart aber auch Nachteile. Wer sich das Prachtstück also gerne mal in die Suppe hängt, oder ab und zu mal im Reißverschluss in der Hose, in der Jacke sowieso, einklemmt und beim Pinkeln den Bart locker über die Schulter werfen muss um hygienisch bedenkliche Berührungen im Hüftbereicht zu vermeiden, der sollte langsam umdenken. Ja, ein Bart ist eine tolle Sache und ja, ein langer Vollbart ist auch eine tolle Sache, ein Bärtchen, wie Hans Langseth sich eins wachsen ließ, ist aber einfach nicht Alltagstauglich. Wer die Bilder aus dem Guiness Buch kennt in denen Chris Walton ihre Fingernägel präsentiert, der wird in den seltesten Fällen die Schönheit dieser Nägel erkennen. Bei all den Fläschen Nagellack, die sie darauf verarbeitet, bleibt dennoch der Eindruck “ungepflegt” im Raum und im Hinterkopf hängen.

Pflege ist Schnitt

Genauso ist es auch mit der Länge. Der Bart darf und soll bis zur angestrebten Länge wachsen, aber die angestrebte Länge sollte spätestens am Nabel gesetzt werden. Wer wachsen lässt ist deswegen noch lange, oder genau deswegen umso mehr, nicht von der täglichen Bartpflege entbunden. Der Vollbart sollte stets gepflegt und ordentlich geformt der Umwelt einen erfreulichen Anblick bieten. Ist der Mann seit Stunden an der Arbeit, ist es zu verzeihen, dass auch der Bart leidet, velässt er aber morgens das Haus, dann ist er den Bartträgern dieser Erde verpflichtet und muss ein ordentliches Pflegeprogramm mit Bartshampoo, Bartbürste und Öl hinter sich haben.

Bartsache – Ehrensache

Bärte stehen im Verdacht ungepflegt zu wirken und unhygienisch zu sein. Wer Bart trägt und mein-vollbart.de liest, der weiß es besser, aber manch einer, und auch manch eine, die einem Bartträger begegnet ist voller Vorurteile. Diese gilt es zu zertstreuen. Wer Bart trägt hat eine Verpflichtung und muss dieser jeden Tag nachkommen. Der Bart muss gepflegt werden und das Bartprogramm muss, trotz aller Länge genauso selbstverständlich sein, wie der Wechsel der Unterwäsche. Wer seine Unterwäsche nicht gern wechselt, sollte das mit dem Bart am Besten auch gleich bleiben lassen!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.