Bart wachsen lassen

Manchmal früher, manchmal später kommen die meisten Männer dahinter, dass der Vollbart das männliche Antlitz optisch aufwertet und der Männlichkeit Ausdruck verleiht, wie kein zweites Geschlechtsmerkmal. So wie Frauen stolz ihre Vorzüge präsentieren und damit das männliche Interesse wecken, so kann der Bart dasselbe für den Mann leisten. Sich einen Bart wachsen lassen ist oft der erste Schritt dazu, sein Äußeres zum Positiven zu verändern.

Zuerst die Grundlagen

Wer hier brav mitliest, der kennt sich aus. Ein Barthaar schiebt sich am Tag 0,4mm voran und schafft so in er Woche ganz 2,8mm. Im Monat kommt man somit mindestens auf 1cm Länge. Der Bart wächst nicht bei jedem Mann gleich dicht und das Barthaar ist nicht bei allen gleich dick. Allerdings gibt es sehr wenige Männer, die gar keinen Bartwuchs haben. Das kann durchaus erblich bedingt sein. Wer sich also einen Bart wachsen lassen will, der hat meist gute Karten. Noch bessere Karten hat er natürlich, wenn er männlich und im bartfähigen Alter ist.

Bart wachsen lassen – Die Anleitung

Im Prinzip ist mit „Bart wachsen lassen“ fast alles gesagt. Nicht mehr rasieren und abwarten. Der Bart wächst von selbst, wenn man ihn lässt. Das Problem dabei ist allerdings ein kleiner, aber feiner Unterschied, den ich hier in meinem kleinen Blog immer wieder betone!

Nicht jede Gesichtsbehaarung ist gleich ein Bart!

Was da aus den Haarwurzeln am Kinn, am Hals und anden Wangen wächst sind in erster Linie Haare. Ein Bart wird erst durch eine liebevolle Pflege und durch gezielte Maßnahmen daraus. Also hab ich hier für Euch einen kleinen Fahrplan zusammengestellt:

1.) Wachsen lassen (Tag 0)

Gut am Anfang ist es tatsächlich so simpel. Bevor man aus der Gesichtsbehaarung einen Bart herausarbeiten kann, braucht man natürlich erst einmal Gesichtsbehaarung. Wer bisher Tag für Tag mit der Motorsense durch das Gesicht gefahren ist, damit er seinem aufstrebenden Bärtchen den Garaus macht, der hat jetzt plötzlich ein paar Minuten mehr Zeit jeden Tag. Die kann er aber erstmal damit verbringen sich ein paar Utensilien anzuschaffen.

2.) Ausstattung anpassen (Tag 0)

Statt einem Trockenrasierer, oder einem Systemrasierer braucht man für einen gepflegten Vollbart ein paar andere Teile, die ich in der Anleitung jeweils dann vorstelle, wenn man sie benötigt. An dieser Stelle braucht man erst mal etwas um die Konturen zu schneiden und hier beginnt auch schon die erste richtungsweisende Grundsatzentscheidung.

schnell und praktisch

Die erste Variante, die Konturen zu behandeln ist die elektrische Version. Um das Barthaar außerhalb des geplanten Barts immer wieder zu entfernen, kann man sich einen Barttrimmer zulegen. Damit lassen sich leicht auch längere Haare entfernen und später auch der gesamte Bart kürzen.

 

mit Stil

Wer sich einen Bart wachsen lassen möchte um sich selbst etwas Gutes zu tun und sein Leben ein kleines bisschen schöner zu machen, der sollte auch beim Pflegen der Konturen unbedingt auch altbewährtes zurückgreifen. Eine Nassrasur ist unumgänglich um ein Maximum an Wellness aus dem Vollbart zu holen.

Für die Nassrasur gibt es drei Varianten:

Systemrasierer

Ein Systemrasierer besteht aus einem Griff und einem Klingenaufsatz. Die Systemrasiererhersteller leben davon alle paar Monate ein neues System auf den Markt zu bringen, das nicht mit den alten Griffen kompatibel ist. Man erhält Systemrasierer in jedem Supermarkt. Allerdings haben Systemrasierer mehrere Klingen, die eng nebeneinander stehen und nur bedingt für das Schneiden längerer Barthaare geeignet sind. Die Klingen verstopfen rasch mit den Haaren und die Rasur wird zur Tortur.

 

Rasierhobel

So hat sich Hr. Gilette das eigentlich vorgestellt. Ein System aus einem wiederverwendbaren Griff mit einer auswechselbaren Klinge. Der Rasierhobel ist ein stilvoller Zwischenschritt zwischen Systemrasierer und der Königsklasse, dem Rasiermesser. Es kommt eine Rasierklinge zum Einsatz, die wesentlich günstiger ist, als die Klingensysteme der Systemrasierer. Für den Vollbart und seine Konturen empfiehlt sich ein Rasierhobel mit einer einzigen Klinge, da sonst der Spalt zwischen den beiden Klingen sich mit Barthaaren verlegen könnte. Der Rasierhobel wird genauso verwendet, wie der Systemrasierer.

Rasiermesser

Die hohe Kunst der Konturenpflege ist das Rasiermesser. Man kann damit jede Rasur durchführen, es bedarf etwas Übung, wer aber damit umgehen kann, wird erkennen, dass es bei der Rasur nichts besseres gibt!

Unterschieden wird zwischen Rasiermessern mit fester Klinge und welchen mit Wechselklingen. Während bei den Wechselklingenmessern die Klinge einfach ausgetauscht wird, wenn sie stumpf wird, muss der Grat des Rasiermessers mit fester Klinge immer wieder am Streichriemen aufgerichtet werden.

Für die Nassrasur ist auch Rasierschaum, oder Rasieröl erforderlich. Auch ein Rasierhandtuch kann nicht schaden um das Barthaar vor der Rasur aufzuweichen und die Poren zu öffnen. Alles was Du brauchts findest Du auch in der Kategorie Handwerkszeug.

3.) tägliches Waschen (Tag 1)

Das Haupthaar muss nicht unbedingt jeden Tag gewaschen werden um zu vermeiden, dass die Kopfhaut und das Haar austrocknen. Beim Bart ist das ganz anders. Ein Barthaar unterscheidet sich vom Kopfhaar durch die Dicke, durch die darunterliegende Haut und vor allem dadurch, dass es verdammt nahe an der Futterluke wächst. Es lässt sich schlichtweg nicht vermeiden, dass der Bart mit Speis und Trank in Berührung kommt und damit immer wieder eingelassen wird. Derart angereichert mit Speiseresten, Fetten und Kohlehydraten, sowie Getränken verschiedenster Herkunft, stellt der Bart nach 24 Stunden bereits wieder eine biologische Zeitbombe dar. Wer also nicht von Gärgasen und Verwesungsgeruch umgeben sein Dasein fristen möchte, der sollte seinem jungen Bart bereits ab dem ersten Tag eine ordentliche Hygiene angedeihen lassen. Wer einen Bart wachsen lassen möchte, der braucht auf jeden Fall auch ein passendes Shampoo dafür. Die tägliche Grundreinigung mit einem nicht austrocknendem Shampoo ist Pflicht um seine Umwelt nicht mit den Abbauprodukten der letzten Mahlzeiten zu verunsichern.

Ein spezielles Bartshampoo ist abgestimmt auf die besonderen Bedürfnisse des Barts und trocknet die Gesichtshaut nicht aus.  Wer sein normales Shampoo auch für den Bart einsetzt sollte sich genau die Inhaltsstoffe ansehen. Die Kopfhaut neigt wesentlich weniger dazu auszutrocknen als das Gesicht und auch das Haupthaar ist diesbezüglich pflegeleichter. Auch sollte man direkt neben Mund und Nase sehr wählerisch sein und nur biologische Shampoos einsetzen!

 

4.) Konturen schneiden (Tag 5-10)

Eine simple, aber absolut essentielle Maßnahme um aus der Gesichtsbehaarung schließlich einen Bart zu machen. Es gibt das Klischee, dass ein Bart ungepflegt wirkt. Das ist falsch, aber auf Gesichtsbehaarung, die nicht facioniert, oder konturiert wurde trifft das zu. Mit der simplen Rasur der Backenknochen, an der Kinnlinie und am Hals entlang gibt man dem Bart eine Form und bereits beim sehr jungen Bart verändert sich der Gesamteindruck schlagartig. Auch wer schütteren Bartwuchs hat sollte auf keinen Fall den Fehler machen, das Barthaar einfach machen zu lassen. Es muss im Gesicht zwei klare Bereiche geben. Einen Bereich mit und einen Bereich ohne Bart. Die Grenze sollte hart und klar sein. Eine Rasur bis zum Bart schafft hier Ordnung und lässt Deinen Bart sofort gepflegt wirken.

Speziell beim jungen, noch kurzen Bart ist es wichtig hier spätestens jeden zweiten Tag nachzurasieren. Später, wenn der Vollbart bereits einige Zentimeter lang ist, kann man auch mal ein paar Tage ohne Rasur überstehen. Besser sieht es in jedem Fall aber aus, wenn man möglichst sofort jeden unerwünschten Nachwuchs entfernt.

Wer unter extrem schütteren und unzureichendem  Bartwuchs leidet, dem empfiehlt sich das Bartwuchsmittel Minoxidil. Wie ich in Bartwuchsmittel Minoxidil bewiesen berichtet habe, gibt es wissenschaftliche Studien, die die Wirkung belegen. Dass der Bart dichter und stärker wächst, wenn man ihn rasiert ist falsch. Allerdings kann man den Bartwuchs durch die Steigerung des Testosteronspiegels beschleunigen. Hier kann man mit Nahrungsergänzungsmitteln arbeiten, oder sich einfach sportlich betätigen. Auch die Ernährung kann ausschlaggebend sein, wie ich unter Futter für den Bart beschreibe.

 

5.) tägliche Pflege (Tag 5-10)

Hat der Bart erst einmal ein paar Millimeter Länge wird es Zeit mit der Pflege zu beginnen. In der ersten Zeit ist es wichtig die Haut unter dem Bart zu beruhigen und zu pflegen. Das Barthaar wird mit Bartöl behandelt, das auch auf die Haut entspannend und beruhigend wirkt. Das anfängliche Jucken und das ungewohnte Gefühl bei Berührungen wird damit deutlich gemildert.

 

Um das Bartöl ordentlich in den Bart einzuarbeiten ist eine Bartbürste sehr hilfreich. Die echten Wildschweinborsten sind ideal um das Barthaar zu pflegen und zu glätten.

 

Hat der Bart eine entsprechende Länge, dann gibt es neue Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Einerseits macht der Einsatz eines Kammes Sinn. Bartkämme haben grobe Zacken, sind handgesägt uns aus Holz. So wird weitgehend verhindert, dass das Kämmen am Bart reißt, oder Barthaare im Kamm hängen bleiben.

 

Zwar sollte man das Kürzen des Bartes dem Profi überlassen, aber es gibt sie einfach, die Barthaare, die einen eigenen Willen haben. Lange Zeit brav und gesittet im Bart eingegliedert brechen sie eines Tages aus und treiben ihr unkontrolliertes Unwesen außerhalb des vorgesehenen Bartes. Hier ist eine Schere oft der letzte Ausweg.

Wer sich auch auf der Oberlippe einen ordentlichen Moustache stehen lässt, der sollte bayrische Bartwichse im Haus haben. Damit lässt sich der Moustache ordentlich bändigen und die Enden zwirbeln.

Um den gesamten Bart in Form zu bringen bieten sich Beardbalm, oder ungarische Bartwichse an. Die Produkte pflegen den Bart und geben ihm Halt. Auch spezielle Bartpomade kann angewendet werden um den Vollbart zu einem glänzenden Kunstwerk zu stylen.

6.) Barbershop (Tag 21-30)

Der Weg zum Babershop ist für jeden Bartträger eine Wohltat. Den Vollbart mit einem Trimmer ständig selbst zu kürzen ist zwar auch eine Alternative, aber den Bart zu einem wahren Prachtstück werden zu lassen klappt nicht, ohne professionelle Hilfe. Der Barber bietet neben perfekter Umsetzung auch gleich eine Beratung, gibt Tipps für zu Hause und sagt Dir z.B. auch, wo Deine Konturen eigentlich sein sollten. Zusätzlich bekommt man einiges Geboten und verbringt eine tolle Zeit im Barbershop!

die richtige Entscheidung

Einen Bart wachsen lassen ist die richtige Entscheidung. Hat man sie erst getroffen sollte man die Umsetzung sofort mit dem notwendigen Ernst beginnen. Es funktioniert mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht, wenn man es einfach mal probiert. Deinen Bart wachsen lassen ist ein Auftrag und eine wunderbare Aufgabe. Die morgendliche Zeit im Bad ist Wellness pur und wer es einmal gewöhnt ist, sich täglich mit Bartshampoo, Bartöl, Bartbürste und verschiedenen Pflegemitteln zu verwöhnen, der wird mit Sicherheit dabei bleiben! Los – Lass Deinen Bart wachsen!

 

Ähnlich bärtige Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.