Der Bart ist das Ziel – Bartwuchs für Anfänger

Im Leben des Mannes gibt es einige Meilensteine, die jeder Mann durchlebt. Wenn wir die unwichtigen, wie die erste Liebe, oder das erste Auto (was bei manch einem dasselbe ist), erst mal weglassen, dann bleibt eigentlich nur eine Sache über. Der Bartwuchs, oder genauer der Moment in dem der Bart zu sprießen beginnt. Mit diesem, ich will behaupten, männlichsten aller Themen und dem diamantbesetzten goldenen Meilenstein mit Platinprägung auf dem langen Lebensweg des Mannes will ich mich heute auseinandersetzen.

Das Warten auf den Bart

Nicht auszudenken, welche Qualen die frischgebackene Mutter zusätzlich duchstehen müsste, hätte Mutter Natur nicht weise dafür Sorge getragen, dass auch die männlichsten kleinen Babies glatt, wie ein Babypopo zur Welt kommen. Da kann King Camp Gilette und seine Erben getrost einpacken und seine Werbeaussagen relativieren. An die Glätte des Säuglingskinn kommt der teuerste Rasierhobel² nicht heran und auch die 19 Klinge im Systemrasierer wird den Effekt nicht toppen können. Auf der anderen Seite hätte so ein kleiner Bartträger in spe so nach 30-40 Tagen schon mal einen Kopf, was eigentlich eine gute Voraussetzung für den Bart wäre. Die verbleibenden 35 Wochen könnte der kleine Racker schon mit Bartwuchs verbringen und könnte es bis zu Geburt schon mal auf rund 10 Centimeter bärtige Pracht bringen.

Fetale Zeitverschwendung

Statt sich um die wichtigen Dinge im Leben zu kümmern und dem Bartwuchs nachzugehen lassen die ungeborenen Jungs lieber Organe wachsen und beschäftigen sich mit allerhand Nebensächlichkeiten. Statt am Daumen zu lutschen wäre da doch jede Menge Zeit für die Bartpflegen. Gut, die Natur wird schon wissen, was sie tut und wahrscheinlich würde die ganze Käseschmiere den Bart ordentlich versauen. Also kann man die  Bartlosigkeit in diesem speziellen Fall durchaus tolerieren. Aber dann? Was macht der Bengel? Erst mal Schlafen, Kacken, Trinken und an der Mutter nuckeln. An sich ja erstaunlich männliches Verhalten, dafür dass der Testoreronspiegel noch unter der Nachweisgrenze liegt. Die Glatze dazu und das unverständliche Herumschreien, wie man es vom Fußballplatz kennt, runden das eigentlich ausgeprochen männliche Verhaltensmuster ab.

So wird das nichts

So wird das nicht, könnte man meinen. Liegt rum, verstoffwechselt enorme Flüssigkeitsmengen und leistet weniger, als mancher Hartz 4 – Empfänger auf RTL II. Von Bartwuchs keine Spur. Auch in den nächsten Monaten lässt der Jungmann ungenutzt verstreichen. Nach einem Jahr beendet er die Krabbelei und bewegt sich auf zwei Beinen. Statt einen Vollbart, mit mittlerweile stolzen 15 Centimetern: Nichts. Auch die nächsten Jahre bis zu Einschulung und darüber hinaus lässt der Jüngling völlig sinnentleert verstreichen. Bis zu 15 Jahren lässt das männliche Kind, bzw. der männliche Jugendliche völlig ungenützt verstreichen bis endlich der große Tag kommt.

Der Bartwuchs setzt ein

Endlich hat das Warten ein Ende und die Männlichkeit nimmt ihren Lauf. Neben ein paar anderen, weniger spannenden Entwicklungen setzt endlich der Bartwuchs ein und schmückt das pubertäre Gesicht mit dem ersten Flaum. Auch wenn die ersten Ergebnisse der Bemühungen noch nicht völlig überzeugen, so ist der erste Schatten um die Lippen durchaus etwas, was man mit stolz tragen darf.

Halbwahrheiten

Das Rasieren bringt dem Jüngling übrigens nichts. Das Barthaar wird dadurch nicht dicker, dichter, oder üppiger. Was aber durchaus Sinn macht ist das Ausrasieren der Konturen. Auch Flaum kann gepflegt aussehen, wenn man ihm Form gibt. Wichtig bei der ohnehin zum Pickel neigenden pubertären Haut ist auf jeden Fall die Wäsche der aufkeimenden Bartpracht. Schließlich soll das Barthaar besser gedeihen, als die eitrigen Furunkel. Also waschen und gerne auch ein Aftershave zum Einsatz bringen.

Stolzer Bartnachwuchs

Auch wenn viele Jugendliche den Flaum radikal abrasieren und den Eindruck haben, dass er ihnen nicht steht, sollten sie sich ein Herz fassen und dem Bartwuchs und schließlich der Natur ihren Lauf lassen. Der Bart gehört zum Mann und auch der Jungmann sollte sich dem nicht verschließen und stolz die männliche Gesichtbehaarung kultivieren und tragen!

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