Heißer Typ – cooler Bart

Es gibt viele Klischees und zahlreiche Sprüche, die auf Vorurteile rund um den Vollbart aufbauen. Man sollte nicht alles glauben, was erzählt wird und wer selbst einen Vollbart trägt, der spürt am eigenen Kinn, wie toll es ist, einen Bart zu tragen. Bartlose Menschen denken beispielsweise, dass es unter dem Bart warm wäre. Ein Irrglaube, den ich heute wissenschaftlich belegen möchte. Mein cooler Bart wurde mit modernster Technik vermessen.

Wochenends im Museum

Als braver Familienvater verbringt man schon mal einen Nachmittag im Museum. So geschehen am letzten Wochenende. Wer schon mal ins Impressum von mein-vollbart.de geschaut hat, der weiß, dass ich in Wien lebe. Die Österreichische Hauptstadt bietet einige Museen, die sich den verschiedenen Themengebieten widmen. Das Naturhistorische Museum kennen wir schon, für den Zoo war es etwas zu heiß, also sind wir ins Technische Museum gegangen. Gut, warum ich hier Familieninterna wiedergebe hat einen einfachen Grund. Die Kollegen im Technischen Museum haben sich auf den Bildern, die ich zur Untermalung des heutigen Themas geschickt in den Beitrag einbauen werde, verewigt. Damit sich also keiner ratlos durch den Vollbart streicht und nachdenkt, was ich wohl in Wien und dort speziell im Technischen Museum zu tun hatte, die kurze Vorgeschichte. Wenn es jemanden interessiert: Es war nett (wie immer – schließlich haben brave Familienväter Jahreskarten aller wichtigen Museen und dem Zoo) und hat allen Kindern gut gefallen. Aber jetzt endgültig zum Thema!

Heißer Typ

Der menschliche Körper hat eine Betriebstemperatur von etwa 37° Celsius. Ein wenig mehr, oder weniger ist in Ordnung, aber in etwa sollte der Körper bei dieser Temperatur betrieben werden. An heißen Tagen, speziell wenn die Außentemperatur die 37° Celsius übersteigt, ist es nicht immer einfach die Innentemperatur zu halten. Der Körper greift zu einer Fülle von Tricks und die Natur hat sich viele Millionen Jahre Zeit genommen, effiziente Kühlsysteme zu entwickeln. Der Mensch hat das Glück, dass er schwitzt und nicht wie Hunde hecheln muss. Das Absondern der Kühlflüssigkeit, über den ganzen Körper verteilt, ist dem Bart eher zuträglich als das punktuelle Absondern großer Mengen Flüssigkeit im Mund bei gleichzeitigem Ausfahren der überdimensionalen Zunge. Man schwitzt also vor sich hin und ist zumeist in einer latent gereizten Grundstimmung. Ein dummer Spruch kann in si einer Situation folgenschwer sein.

Der dumme Spruch

Und ein dummer Spruch kommt auf jeden Fall, darauf kann man sich verlassen. So wie das simple Gemüt den hechelnden Hund betrachtet und die Ursache für das Hecheln im dichten und viel zu warmen Fell ortet, so kommt aus der selben Quelle nicht selten eine Frage. Die Frage, die jeder Bartträger zumindest einmal in seinem Leben gehört hat. Die Frage, wie man es unter dem Bart aushält, kann auch in verschiedenen Mutationen ausgesprochen werden. Eine Feststellung darüber, dass man sich freut selbst keinen Bart zu tragen, weil es zu heiß wäre, oder eine geheuchelte Bewunderung dafür, dass der Bartträger so gelassen, die wohl unerträgliche Hitze unter dem Bart erträgt. Tja, was soll man da machen? Ein cooler Bart wird von vielen Menschen als Wärmeproduzent und Hort des Hitzestaus eingeschätzt. Dabei ist dem absolut nicht so!

Cooler Bart

In Wahrheit ist jeder Bart ein cooler Bart. Zumindest dann, wenn er die Haut vollständig bedeckt und nicht direkt an der Haut aufliegt. Wenn man meint, dass es unter dem Bart heiß wäre, dann sollte man sich zuerst überlegen, wo die Hitze herkommen sollte. Vom Körper ausgehend wird der Bart auf angenehme 37° Celsius erwärmt. Eine Temperatur, die wir nicht unbedingt als unangenehm empfinden. Sonneneinstrahlung und warme Luft, die von außen auf den Bart wirken, haben schlechte Karten. Ist der Vollbart ordentlich ausgeprägt, dann wird er im wahrsten Sinn des Wortes ein cooler Bart. Der Grund dafür sind die Hohlräume zwischen den Haaren. Ein Luftpolster, der eine isolierende Wirkung hat. Im Bart herrscht also ein angenehmes Mikroklima und der Bart bleibt kühler als der Rest des Körpers.

Beweisfoto

Ja und jetzt schließt sich der Kreis und wir landen wieder beim technischen Museum in Wien. In der Ausstellung findet sich eine Wärmebildkamera mit Selbstauslöser und der Option das Foto des heißen Typen vor der Kamera auch per E-Mail zu versenden. Zur Untermalung dieses Beitrags habe ich mich uneigennützig als Modell zur Verfügung gestellt und meinen Vollbart in den Dienst des Blogs gestellt. Auf den Wärmebildern ist ganz deutlich ein dramatischer Wärmeabfall zu den Bartenden hin zu beachten. Die Temperatur des Bartes über den Gesichtspartien liegt im selben Bereich, wie die Haarlosen bereiche. Hiermit ist der eindeutige Beweis erbracht, dass der Bart nicht wärmer ist, als der Rest des Körpers. Gibt es einen Temperaturunterschied, dann höchstens zugunsten des Bartes. Wie auch in den Aufnahmen zu sehen, ist der Bart tendenziell kälter als die Umgebung.

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