Unzulässige Körperfett-Messmethoden bei Bartwuchs

Körperfett ist eine schlimme Sache. Wer da aus der Norm läuft, der riskiert ernsthafte Erkrankungen und läuft mit Bauch und Risiko durchs Leben. Wir Männer haben es da etwas besser als die Frauen. Bei uns lagert sich das Zeug primär innen an, während Frauen gleich mal direkt unter der Haut Fett einlagern. Aber das hat auch einen Nachteil: Wenn der Bauch mal schwillt, dann ist woanders kein Platz mehr für das Körperfett!

Rund und g’sund

Wenn also ein Mann seinen stolzen Bierbauch vor sich herträgt, dann zeigt er damit, dass ein Großteil der Fettpolster im Innenbereich des männlichen Körpers bereits überfüllt sind. Wenn sich direkt unter der Haut ein Polster bildet, dann sollte das ein deutliches Warnsignal sein. Also den Bauch immer im Auge behalten!

Die Kehrseite der Bartpracht

Ja und da sind wir auch schon beim Kernproblem und einem der wenigen, wenn nicht sogar dem einzigen Nachteil des Vollbarts und des Moustache. Unser Gesichtsfeld, also der Teil der Welt, den wir wahrnehmen, wenn wir geradeaus schauen ist relativ groß. Als Erwachsene schaffen wir etwa 180° horizontal, 60° nach oben und 70° nach unten. Also rechts und links sehen wir alles, was auf Höhe unserer Augen, oder davor ist. Das ist der Grund, warum Fussballspieler so beherzt die Hand heben, wenn einer im Abseits steht. Das sieht der Mensch aus dem Augenwinkel und der Fußballer ist da noch sensibler, als die meisten anderen.

Braue bis Bart

Manch einer – wir erinnern uns an meinen Beitrag Die Braue zum Bart – kann die 60° nach oben nur begrenzt nutzen, weil ein nicht unerheblicher Teil von einer ausladenden Augenbraue verdeckt wird. Ragt dieses Prachtstück frecht hervor, dann kann es durchaus in unser Gesichtsfeld sprießen. Die Braue ist Geschmackssache und auch nicht Thema heute. Um die kümmern wir uns zu gegebener Zeit wieder einmal. Heute geht es um die 70° nach unten.

Weniger ist mehr

In dem Fall ist es sehr zu begrüßen, wenn sich da etwas ins Gesichtsfeld schummelt. Wenn am unteren Bildrand immer ein prächtiger Moustache zu sehen ist, dann hast Du auf der Oberlippe schon mal alles richtig gemacht. Faustregel also: Je kleiner das Gesichtsfeld, desto besser der Moustache. Wenn wir geradeaus sehen, dann ist es kein Nachteil den Bart im Blick zu haben. Der Anblick ist in jedem Fall, also auch für den Träger, eine Wohltat!

Kopf nicht zu hoch

Jetzt aber wieder zum Thema Körperfett und die Messmethoden dieser Fettzellen, die beim Mann irgendwann zu wachsen beginnen. Klar gibt es Ausnahmen und ob man jetzt Ernährung, Veranlagung, oder das Mikrobiom verantwortlich dafür macht, dass manch einem die Verdauung ohne Rückstände und Fettansatz möglich ist, macht keinen Unterschied. Es gibt Kollegen, die verdrücken alles, was in Reichweite ist und bleiben dabei gertenschlank. Andere lassen zwei bis drei Mahlzeiten am Tag aus und nehmen trotzdem zu. Wie auch immer – Den eigenen Körperfettanteil im Blick zu haben macht Sinn.

Penistest nicht bestanden

Die Messmethoden des Körperfettanteils sind mannigfaltig. Man kann sich mit einer Körperfettzange in Hautfalten kneifen und in übersichtlichen Formeln einen Näherungswert bestimmen, oder auf High-End-BIA-Messgeräten stehen und dabei ein zusätzliches Handteil zur 8-Punkt-Messung, mit gestreckten Armen, vor sich halten. Pragmatisch kann man auch einfach ein Maßband ums Bäuchlein schlingen und ablesen, wie schlimm es ist. Ist das Maßband lang genug und zeigt es einen Wert unter 94cm, dann kann man schon sehr glücklich sein. Ab 94cm gibt es allerdings Handlungsbedarf. Akuten Handlungsbedarf dann ab 102cm.

Für die, mit dem Umgang mit dem Maßband, Ungeübten bietet die Wissenschaft einen einfachen Test. Den sogenannten Penistest. Die Versuchsanordnung ist einfach. Er hat keine weitere Aufgabe, als locker zu hängen. Du musst nach unten schauen. Die alles entscheidende Frage dabei ist, ob Du in der Lage bist, aufrecht stehend, den eigenen Pillermann zu sehen. Geschummelt darf natürlich nicht werden!

Unfaire Messmethode für Körperfett

Ja, klar. Steht, oder hängt die Wampe im Weg, dann kann man davon ausgehen, dass Du ihr, der Wampe, zuviel Raum in deinem Leben gibst. Auch dann, wenn sie es in Hose und Pullover recht eng hat.Was die Wissenschaft aber nicht bedacht hat, ist die Tatsache, dass die männliche Gesichtsbehaarung das Messergebnis massiv beeinträchtigen kann! Wenn also ein stolzer Vollbartträger mit einer dichten, seidig glänzenden, perfekt gestylten und liebevoll geglätteten Matte unterm Kinn, den Blick und vielleicht sogar den Kopf senkt, dann bietet sich ihm ein herrlicher Anblick.

Mehr Bart

Das Prachtstück schmiegt sich an den männlichen Brustkorb und verdeckt weite Teile der unteren Körperhälfte. Je nach Bartstyle und Schuhgröße kann man maximal die Zehenspitzen am Bartrand erkennen. Die Regionen zwischen Nase und Zehenspitze ist, beim aufrechten Stand, schlichtweg verdeckt. Nicht, dass das zu kritisieren wäre! Was für eine Bereicherung ist der Bart doch für jedes Gesichtsfeld. Der Anblick der eigenen Pracht macht den Bartträger sicherlich stolz und manch einer drückt die eine, oder andere Freudenträne beim Penistest heraus. Der Anblick rührt einfach!

Alternative Messmethoden

Das Ergebnis des Penistest muss also kritisch betrachtet werden, wenn der Proband einen ansehnlichen Vollbart trägt. Auch weinende Männer, die den Test durchführen, dürfen nicht falsch beurteilt werden, wenn sie Bart tragen. Es gilt also, zu wissen, dass der Vollbart bei dieser Messmethode für Körperfett einen Nachteil darstellt. Angesichts der Vorteile, die der männliche Bartwuchs dafür bietet, eine Kleinigkeit, die man leicht verkraftet. Es gibt immerhin noch andere, teilweise seriösere Methoden, um den Anteil an Körperfett zu ermitteln. Mit diesem Handicap lässt es sich leben!

Eine weiterführende Erklärung zum Penistest und ein paar Infos zum Körperfett findest Du hier.

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