Spliss im Bart – Es kommt auf die Länge an

Innerhalb natürlicher Limits kann ein Bart grundsätzlich nicht lang genug sein. Klar, es gibt Probleme mit Reißverschlüssen und irgendwann muss man das gute Stück beim Pinkeln über die Schulter werfen, oder hochhalten, aber abseits von lösbaren Alltagsprobleme gilt bei der Bartlänge eine einfache Regel: Je mehr desto besser. Allerdings gibt es auf dem Weg zum Idealzustand eine Phase, die das für Männer völlig neue Problem Spliss mit sich bringt.

Spliss ist was für Mädchen

Der durchschnittliche Mann kennt das Problem Spliss nur aus dem Werbefernsehen, oder den Telefonaten der Mitbewohnerin. Die Frauen, die versuchen das Fehlen des Bartes durch langes Haupthaar zu kompensieren, kennen dieses Problem nur zu gut. Spliss! Allerdings trifft Spliss nicht nur Frauenhaar und auch nicht nur Haupthaar. Unangenehmer Weise kann sich das auch auf den Bart auswirken. Allerdings ist Spliss allein noch kein Grund zum Rasieren und das Prachstück unter Tränen zu entfernen. Spliss ist nichts Schlimmes und kann ganz leicht behoben werden. Lies einfach diesen Artikel und lass Deinen Barber beim nächsten mal einen kleinen Check machen.

Was ist das eigentlich

Spliss ist ein Aufspalten des Haares, das am Haarende beginnt. Will man angeben, oder Mitleid heischen, dann kann man auch erzählen, dass man an Trichoptilosis leidet. Klingt furchteinflößend, bevor aber jemand gleich einen Kranz bestellt wollen wir uns einmal ansehen, was Spliss genau ist und wo er uns treffen könnte.

Spliss beginnt an den Haarspitzen. Die Kollegen splittern und teilen sich von der Spitze. Statt einem Ende hat das Barthaar dann plötzlich zwei, oder mehr. Je mehr, desto besser gilt zwar unverändert, bezieht sich aber nicht auf die Anzahl der Spitzen. Ist an sich nichts schlimmes, wenn die Haarspitze getrennte Wege geht. Man spürt es nicht und wenn die Halbierung irgendwann ganz oben angekommen ist, ist wieder alles gut. Allerding sorgt Spliss für ein unruhiges Gesamtbild. Die gespaltenen Haarspitzen lassen sich einfach nicht bis zum letzten Ende frisieren.

kosmetisches Problem

Schon wieder so eine weiblich besetzte Bezeichnung. Ein kosmestisches Problem ist das also. Bedenkt man aber, dass der Bart uns optisch zum Vorteil gereichen soll, dann ist ein kosmetisches Problem dem Anspruch sicher nicht zuträglich. Geteiltes Haar wirkt einfach nie glatt, sondern an den Enden immer ein wenig struppig. Außerdem glänzt so eine, vom Spliss befallene Spitze einfach nicht mehr richtig, egal wieviel feinstes Bartöl wir in den Bart massieren. Also muss man sich wohl, oder über mit dem Problem auseinandersetzen. Klären wir zuerst einmal die Ursachen

Ursachen für Spliss

Spliss ist kein Zeichen dafür, dass dem Haar zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Es bedeutet nicht, dass Du mit Bartöl, oder -balsam zu sparsam warst, oder Dein Bartshampoo wechseln musst, sondern dass Deine Barthaarspitzen beansprucht wurden. Das kann mehrere Ursachen haben. Der wahrscheinlichste Grund ist ganz einfach das Alter. Wer sein Bärtchen hegt und pflegt wird beim Barber die Hand heben, wenn es ans Kürzen geht. Wer hoch hinaus will, dem schmerzt jeder Millimeter. Also wird fürs Erste auch keiner der mühsam gezüchteten Millimeter wieder abgeschnitten. Also ist die Haarspitze so alt, wie der Bart. Will man sich einen stattlichen Vollbart züchten, dann hat man nach etwas 9 Monaten mit gut 10cm schon mal einen hervorragenden Grundstein. Die Haarspitze hat dann auch schon 9 Monate auf dem Buckel. Das stört so eine Haarspitze nicht weiter. Barthaar ist stark und stabil, allerdings kommen nach ein paar Monaten neue Herausforderungen auf den Bart zu.

der schulterlange Bart

Je nach der Länge des eigenen Halses, etwaiger Verkrümmungen in den Halswirbeln, der angeborenen, oder antrainierten Kopfhaltung und dem Trainingsstand der Brustmuskulatur hat der Bart unter dem Kinn ein paar Zentimeter freie Bahn. Dann allerdings kommt eine harte Zeit auf ihn zu. Hat die Bartspitze sich tapfer Ihren Weg bis auf Schulter-, oder Brustniveau erkämpft, dann stößt sie erstmals auf Widerstand. Wieder abhängig vom Trainingsstand des Bartträgers stößt sie auf mehr, oder weniger harten Widerstand. Schulter und Brust kommen plötzlich in Konflikt mit dem ehrgeizigen Bart. Wobei man der Fairness halber einräumen muss, dass es eher umgekehrt ist. Schulter und Brust haben sich nicht bewegt – der Bart ist gewachsen.

Reibung im Bart

Schuld an Spliss ist einzig uns allein mechanische Beanspruchung. Reibt die Haarspitze an etwas, dann führt das unweigerlich zu Spliss. Was also kann man tun um Spliss vorzubeugen? Eigentlich nichts! Leider. Spliss kommt in den besten Bärten vor. Man kann versuchen den Bart mit guten Pflegeprodukten mit Feuchtigkeit zu versorgen und ihn geschmeidig zu halten. Weicht das Barthaar bereitwillig und geschmeidig der Krafteinwirkung aus, kann man die Belastung für den Bart etwas verringern. Ganz kann man Spliss aber wohl nicht verhindern. Was aber kann man gegen Spliss tun?

Splisskur für den Bart

Die Werbung kennt sicher jeder. Eine attraktive junge Dame mit beeindruckender Haarpracht zerbricht eine Schere. Viele werden sich nur an die Dame erinnern, aber ja – sie hat eine Schere zerbrochen und ja, sie hatte wohl Spliss. Geworben wird für eine Haarkur die Spliss heilen soll. Das geht aber nicht. Was Spliss geteilt hat, das kann die Kur nicht wieder zusammenbringen. Was so ein Mittelchen macht, ist das Haar mit einer ordentlichen Schicht Chemie einlassen. So bleibt alles, was man nicht sehen möchte unter der Glasur verborgen und rein äußerlich scheint alles wieder gut. Ist es aber nicht. So eine Kur funktioniert nicht nachhaltig und nach ein paar Tagen ist wieder alles, wie es war.

Was tun bei Spliss?

Für diesen Absatz müsst Ihr jetzt ganz stark sein! Ich möchte vorausschicken, dass wir hier von Millimetern sprechen. Es ist also nicht so schlimm, wie es vielleicht klingt. Bereit? OK! Die einzige Lösung bei Spliss ist es, die Bartspitzen abzuschneiden. Halt! Jetzt mich nicht vorschnell bei Facebook disliken und mein-vollbart.de als Startseite verändern. Wir sprechen von Millimetern! Sagen wir mal, ihr geht alle 3-4 Wochen zum Barber und lasst Euren Bart in Ordnung bringen. Bei 2,8 mm in der Woche hat das Prachtstück Gelegenheit sich zwischen 8 und 11 Millimetern zu entwickeln. Es ist nicht jedes mal erforderlich, aber wenn man jedes zweite mal die Spitzen schneiden lässt, dann ist das sicher zu verschmerzen. Von guten zwei Zentimetern kann man getrost ein paar Millimeter entbehren. Es geht schließlich um den Bart und der sollte ja auch bei schweren Entscheidungen im Mittelpunkt stehen!

Merken

Merken

Ähnlich bärtige Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.